Robotik

Auf dem Weg zu Logistics 4.0

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Die autonomen Roboter transportieren 78 kg, bewegen sich mit bis zu 2 m/s und haben eine maximale Akkulaufzeit von 9 h. Im Lager von Wärtsilä in den Niederlanden haben sie Mitarbeiter im Tagesgeschäft unterstützt.
Die autonomen Roboter transportieren 78 kg, bewegen sich mit bis zu 2 m/s und haben eine maximale Akkulaufzeit von 9 h. Im Lager von Wärtsilä in den Niederlanden haben sie Mitarbeiter im Tagesgeschäft unterstützt. (Bild: DHL Group)

In einem gemeinsamen Pilotprojekt haben DHL und der finnische Technologieanbieter Wärtsilä mobile Roboter von Fetch Robotics getestet. Im Zentrallager von Wärtsilä wurden die Fetch-Roboter zur Unterstützung des Tagesbetriebs eingesetzt.

DHL und Wärtsilä haben im niederländischen Kampen den Einsatz von Fetch-Roboter des amerikanischen Entwicklers Fetch Robotics erprobt. Das dortige Lager ist für die Steuerung der Logistikkette von Wärtsilä-Ersatzteilen zuständig. Ziel des Projekts war es, die Funktionstüchtigkeit der Roboter unter Realbedingungen zu testen, die Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Lagerumgebungen zu untersuchen und Einblicke über die Funktionsweise der Mensch-Maschine-Schnittstelle zu gewinnen.

So funktionieren die Roboter-Gehilfen

Das mobile Robotersystem soll den Punkt-zu-Punkt-Materialumschlag vereinfachen. Per Touchscreen können die Mitarbeiter mit den Maschinen kommunizieren und sie auf ihre Runde durch die Lagerhallen schicken. Denis Niezgoda, Robotics Accelerator Lead bei DHL, unterstreicht den Nutzen der Geräte: „Die Roboter unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit und übernehmen körperlich besonders anstrengende Aufgaben.“ Täglich hätten die mobilen Systeme über 30 km Wegstrecke zurückgelegt, den Mitarbeitern so viel Zeit erspart und die Arbeitssicherheit im Lager maßgeblich gefördert.

Hier sehen sie die Fetch-Roboter im Einsatz!

Die mobilen Roboter können autonom agieren, jeweils 78 kg transportieren und sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 m/s fortbewegen. Ist der Akku des Geräts aufgebraucht, begibt es sich automatisch zur nächsten Ladestation. Mithilfe von Sensoren intelligenter Technik wissen die Maschinen, wo sie sind und erkennen ihre Umgebung. Dem Hersteller zufolge können sie so zwischen statischen und dynamischen Barrieren entscheiden und entsprechende Ausweichmanöver vollziehen.

Weiterentwicklung in Planung

Wärtsilä zufolge bieten die Roboter das Potenzial, die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern deutlich zu erhöhen, etwa indem sie ihre Arbeit schneller und energiesparender ausführen. Auch Melonee Wise, die Geschäftsführerin von Fetch Robotics, unterstreicht das Potenzial ihrer Produkte: „Innerhalb weniger Tage hatten wir unsere Roboter im Lagergebäude einsatzbereit. Sie haben die Produktivität sehr schnell gesteigert und zugleich die Sicherheit der Lagermitarbeiter erhöht.“ Bei Wärtsilä hat man sich deshalb entschlossen, in den kommenden Monaten weitere Robotertypen und Einsatzbereiche zu testen. „Die Aussichten sind vielversprechend“, erklärt Anne Träskbäck, General Manager Party Delivery bei Wärtsilä Services. „Die Arbeit mit Robotern ist ein Aufbruch in einer veränderten Arbeitswelt mit neuen, produktiveren Formen der Zusammenarbeit.“

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