Verpackungstechnik

Die Mutter der Porzellankiste

| Autor: Benedikt Hofmann

Bewährter Rohstoff für große Kaliber

Gerade wenn größere und schwerere Teile verpackt werden müssen, greifen die Unternehmen häufig auf einen Rohstoff zurück, der aus dem B2C-Bereich fast vollständig verschwunden ist: Holz. Die Gründe dafür sind recht einleuchtend. Zum einen bietet Holz im Vergleich zu anderen Materialien immer noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und, noch wichtiger, es eignet sich hervorragend für „maßgeschneiderte“ Verpackungen. „Transportverpackungen aus Holz können in jeder beliebigen Abmessung gefertigt werden, da das Grundmaterial keine fixen Baumaße kennt. So werden die vielfach verwendeten Sperrholzplatten über Formatsägen entsprechend zugeschnitten und bei größeren Abmessungen passgenau aneinandergesetzt“, beschreibt Jan Kurth, Geschäftsführer des Bundesverbands Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), die Vorteile. Ähnlich verhält es sich mit Konstruktionen aus Vollholz, bei denen einzelne Bretter entsprechend zugeschnitten und aneinandergesetzt werden. Holz ist also, bezogen auf die jeweilige Abmessung des zu verpackenden Gutes, beliebig flexibel. Zudem verfügt es über gute statische Eigenschaften bei einem vergleichsweise geringen Gewicht.

Ergänzendes zum Thema
 
Mit Gasen gegen den Rost
Wer ein Metallbauteil über längere Zeit einlagert oder gar auf eine Seereise schickt, kennt das: Kommt Zeit, kommt Rost. Klassische Hilfsmittel dagegen sind Öle, Ölpapier oder Wachse, die das Metall gegen den Sauerstoff in der Luft oder Wasser abschirmen und somit vor Rost schützen. Erwartet der Kunde jedoch ein montage- oder gar einsatzfertiges Produkt, kommen Öl oder Wachs nicht infrage – diese Korrosionsschutzmedien müssten erst abgereinigt werden.

Weil es sich um individuelle Verpackungen handelt, werden vom Kunden natürlich präzise Angaben zu dem zu verpackenden Gut benötigt. Neben den genauen Abmessungen geht es um die Frage des Gewichts, des genauen Schwerpunktes und möglicher Befestigungspunkte. „Dort, wo der Schwerpunkt liegt, muss die Statik der Verpackung möglicherweise verstärkt werden. Wichtig ist zudem, wie die Maschine transportiert und umgeschlagen wird und wohin die Reise mit welchem Transportmittel geht“, berichtet Kurth. Auf einem Schiff wirken beispielsweise andere Kräfte auf die Verpackung ein als auf dem Lkw. Muss die Kiste mit einem Kran angehoben werden, braucht es hierfür in der Regel spezielle Anschlagpunkte, die zu berücksichtigen sind. Ist das zu verpackende Teil länger unterwegs und wird zudem noch der Feuchtigkeit ausgesetzt (zum Beispiel Transport über mehrere Klimazonen), geht es noch um Fragen des Korrosionsschutzes (siehe Kastentext).

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