Logistik-Events

Digitaler Wandel ist kein Selbstzweck

| Redakteur: Bernd Maienschein

„Vorsprung durch Technik“ – angelehnt an den Audi-Werbeslogan hat Interroll auf dem Münchner Management Kolloquium den Claim „Vorsprung durch Fördertechnik“ geformt.
„Vorsprung durch Technik“ – angelehnt an den Audi-Werbeslogan hat Interroll auf dem Münchner Management Kolloquium den Claim „Vorsprung durch Fördertechnik“ geformt. (Bild: Interroll)

„Der digitale Wandel darf kein Selbstzweck sein!“ Dieses Postulat gab Paul Zumbühl, CEO der Interroll Worldwide Group, in seiner Rede am 14. März 2017 auf dem 24. Münchner Management Kolloquium zum Besten. Zumbühl zielte dabei auf die Bedeutung der Digitalisierung für die Wirtschaft ab.

Um die Wachstums- und Produktivitätschancen zu nutzen, die der digitale Wandel biete, seien nicht allein technische Lösungen, sondern auch eine unternehmerische Gestaltung von Innovationsprozessen nötig, die das ganze Unternehmen und seine Geschäftspartner einbezieht.

Schnell und individuell muss es sein

Zumbühl sprach unter dem Themenschwerpunkt „Smarte Services & Produkte & Fertigung“ über die Frage, wie Individualisierung und Geschwindigkeit zum globalen Markterfolg eines Unternehmens beitragen können. Anschließend diskutierte er mit Prof. Dr.-Ing. Hubert Waltl, Mitglied des Vorstands Produktion und Logistik der Audi AG, mit Michael E. Heidemann, dem stellvertretenden Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin GmbH, und mit Prof. Dr. Claudia Peus von der Technischen Universität München über die Herausforderungen, die das Zusammenwachsen von Logistik und Produktion im Zeitalter der „Industrie 4.0“ mit sich bringen werde.

Innovationspotenzial konkret nutzen

Für Zumbühl bietet der digitale Wandel große Chancen, stellt die Wirtschaft aber auch vor große Herausforderungen. So gelte es etwa, die Digitalisierung nicht als reinen Trend und Selbstzweck zu verstehen, sondern für den Kunden und das eigene Unternehmen konkret nutzbar zu machen.

„Die intelligente Fördertechnik der Zukunft wird mehr Verantwortung für den Materialfluss übernehmen. Von einem vernetzten und flexibleren Materialfluss werden Planer und Anwender gleichermaßen profitieren. Dabei werden modulare Geräteplattformen, die offene Schnittstellen für die Industrie 4.0 bieten, unterschiedlichste Kundenbedürfnisse befriedigen können“, so Zumbühl.

Innovation zählt im ganzen Unternehmen

Er erwarte, dass das nahtlose Zusammenspiel von Sensorik und intelligenten Steuersystemen in wenigen Jahren zu komplett autonomen Fördersystemen und einer exakten Planung von Wartungsprozessen führen werde.

„Um die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen, muss der Innovationsprozess das ganze Unternehmen umfassen. Gleichzeitig ist es wichtig, die eigenen Forschungsanstrengungen zu fokussieren, Kunden und Lieferanten noch enger in die Produktentwicklung einzubeziehen und Technologiepartnerschaften zu intensivieren", sagte Zumbühl.

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