Bauteiletransport

Hochflexible Fasern transportieren schonend mit variablem Haltegrad

In Zeiten stetig steigender Qualitätsanforderungen gewinnt das Thema oberflächenschonender Transport empfindlicher Bauteile an Bedeutung. Mink-Bürsten entwickelt mittels Fasertechnik flexible und wirtschaftliche Transportlösungen.

05.10.2006 | Autor / Redakteur: Andreas Lindauer, Peter Schwarz und Ottmar Swoboda / Bernd Maienschein

Bild 3: Anpassungsfähige Fasernfixieren und separieren Karosserieteile in Transportgestellen.

Hochsensible Bauteile, eine flexible Logistik und Null-Fehler-Toleranz gehören zum Alltag des Flugzeugbauers Airbus. Wenn beispielsweise die Innenverkleidungen (Bild 1 und 4) der neuen

Hochsensible Bauteile, eine flexible Logistik und Null-Fehler-Toleranz gehören zum Alltag des Flugzeugbauers Airbus. Wenn beispielsweise die Innenverkleidungen (Bild 1 und 4) der neuen Airbus-Linie ihren Weg zum Einbau antreten, sind Samthandschuhe angebracht; schon der kleinste Kratzer bedeutet kompletten Ausschuss.

Vorteile der Borsten liegen auf der Hand

Transportsicherungen aus Styropor, Schaumstoff oder Gummi haben häufig Nachteile: Die Fixierungen sind nur mäßig flexibel und eingelagerte Schmutzpartikel können die empfindlichen Oberflächen des Transportgutes beschädigen. Die Optimierung bestehender Transportgestelle ist daher ein „heißes“ Thema. Fasertechnologie mit ihrer hohen Flexibilität und großen Variabilität ist eine effiziente Alternative zu herkömmlichen Transportsicherungen. Auf der Suche nach einer wirtschaftlichen Alternative kam der Göppinger Spezialist Mink-Bürsten ins Spiel.

Die Tausende von Fasern, die der technische Bürstenspezialist für jeden Kunden individuell in Form bringt, weisen zahlreiche Vorteile auf. Sie gewährleisten eine optimale Anpassung an das Transportgut und lassen sich in ihrem Haltegrad durch Faserdichte, -länge und -durchmesser nahezu beliebig variieren. Schmutzpartikel fallen zwischen die Fasern, durch die Punktauflage werden sehr geringe Reibwerte erzielt. So können Kratzer, Mattierungen und Glanzstellen auf den Oberflächen zuverlässig verhindert werden.

Ob als Leisten-, Platten- oder Rundbürsten (Bild 2 und 3): Man muss stets an die Wirkungsweise der Fasern denken. Sie fixieren, dämpfen, stützen und schonen die Oberflächen, wie es keine andere Transportsicherung gewährleisten kann – schwebender Transport auf Tausenden von Fasern ist das Ziel.

Separieren der Bauteile mit einem Griff möglich

Auch immer mehr führende Automobilhersteller wie Opel, BMW und Audi setzen auf solche Transportlösungen. In der Kfz-Industrie werden Kotflügel, Dächer oder ganze Seitenteile von Fahrzeugen über weite Strecken in stählernen Ladungsträgern transportiert.

In diesen Transportgestellen schonen robuste und dennoch flexible Fasern die Auflagepunkte der Karosserieteile und sorgen zudem für eine erhebliche Zeitersparnis beim Bestücken. Statt die Bleche in aufwändig gefräste Kunststoffprofile „einzufädeln“, ermöglichen die Faserbündel einfaches und sicheres Separieren mit einem Griff.

Die flexiblen Transportsicherungen machen durch ihre elastischen Toleranzbereiche den Einsatz für verschiedene Modelltypen der Automobilhersteller möglich und ersparen ihnen teure und zeitaufwändige Anpassungen. Der Einbau der technischen Bürsten erfolgt zudem äußerst kostengünstig und ist unkompliziert in bereits bestehende Transportkonstruktionen integrierbar.

Auch für kleinere Bauteile geeignet

Auch für kleinere Bauteile im innerbetrieblichen oder externen Transport bieten sich Fixierungen mit technischen Bürsten an. Was in der Möbelindustrie von führenden Herstellern wie beispielsweise Alno zur Qualitätssteigung bereits seit Jahren angewandt wird, setzt sich auch im Metallbereich immer häufiger durch: An das Transportgut angepasste Faserleisten sorgen für einfachen und sicheren Transport, verhindern Klappergeräusche und erhalten so die hohe Qualität empfindlicher Teile zum Beispiel in der Blechbearbeitung.

Optimierung? Ja gerne, aber schnell und kostengünstig muss es sein - das hört man immer wieder. Gerade im Transportbereich „drückt häufig der Schuh“, wenn es um qualitätssteigernde Maßnahmen geht. Daher müssen diesbezüglich Lösungen wirtschaftlich und rasch realisierbar sein. Vier Wochen Lieferzeit auch für Sonderlösungen, das klappt bei Mink-Bürsten fast immer.

Schnelle Realisierung der Transportlösungen

Eine schnelle Bemusterung mit ersten Teilen aus dem Mink-Standardprogramm bildet die Grundlage für das Optimieren von Transportgestellen. So zeigt sich schnell, welche Faser geeignet ist und welche Anbringung am wirtschaftlichsten funktioniert. Schließlich erhält jeder Kunde eine maßgeschneiderte Lösung. Durch eine eigene Spritzgussabteilung und die komplette Produktion in Göppingen-Jebenhausen lassen sich auch aufwändige Projekte realisieren. Die Projektleute haben die Serienfertigung so immer im Blick. Die kostenlose Betreuung durch eine aus dem Alltagsgeschäft ausgegliederte Projektabteilung lässt auch langfristige Projekte zu. Viele Kunden werden schon seit mehreren Jahren begleitet. Das Ziel dabei ist gemeinschaftliche Projektarbeit.

Mink-Bürsten hat sich bereits vor 30 Jahren auf hochwertige technische Bürsten spezialisiert. Man agiert als Weltmarktführer in der Bündelbeborstungstechnik und unterhält einen in diesem Bereich einzigartigen Maschinenpark. Das Familienunternehmen mit Sitz in Göppingen-Jebenhausen betreut mit über 180 000 verschiedenen Bürstenlösungen mittlerweile 14 000 Kunden weltweit.

Standardbürstenkörper und maßgeschneidertes Faserfeld

Das umfangreiche Angebot technischer Bürsten gliedert sich bei Mink in katalogisierte Standardware und Spezialanfertigungen. Die Katalogware wird mittels Baukastenprinzip schnell und kostengünstig den Kundenwünschen angepasst und ist binnen sieben Werktagen bereit zur Auslieferung. Aus einer breiten Auswahl von Bürstenkörpern wird der Träger bestimmt, ergänzt durch ein maßgeschneidertes Faserfeld. Findet sich keine standardisierte Lösung, geht die Anfrage nahtlos in die auftragsbezogene Spezialanfertigung über.

Der Internet-Auftritt des Bürstenspezialisten bietet einen schnellen und unkomplizierten Einstieg in die Welt der technischen Bürsten. Nach Anwendungsbereichen geordnet, kann der Baukasten online erkundet werden.

Der Einsatz der vielseitigen Fasern überall dort, wo Flexibilität erforderlich ist, stellt das Ziel der Bemühungen von Mink dar; mit durchaus überraschenden Ergebnissen: So bieten sich flexible Fasern aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und wirtschaftlichen Umsetzung für alle Optimierungsverfahren zum Schutz von Oberflächen an. Das „Tausendfüßler-Prinzip“ als flexible Transportsicherung bewährt sich. MM

Andreas Lindauer ist Vertriebsleiter bei Mink-Bürsten, 73035 Göppingen, Tel. (0 71 61) 40 31-0, transport@mink-buersten.de; Peter Schwarz und Ottmar Swoboda sind Projektleiter in dem Unternehmen

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