Bonita

Hoch gehängt im Hochregallager

16.10.2008 | Redakteur: Reinhold Schäfer

In Hamminkeln entsteht zurzeit der größte Kleiderschrank Deutschlands: Das erste Hochregallager mit Hängesystem für Textilien soll eine optimale Lagerung auf engstem Raum ermöglichen. Bild: EAW – Entwicklungsagentur Wirtschaft Kreis Wesel

Inmitten von Weiden und Feldern, aber dennoch direkt an der Autobahn, errichtet das Damenmode-Unternehmen Bonita ein in Deutschland bisher einzigartiges Logistikzentrum, heißt es laut einer Pressemeldung der Entwicklungsagentur Wirtschaft Kreis Wesel (EAW).

Bonita unterhält aktuell 820 Filialen in Europa. Die optimale Autobahnanbindung – das neue Lager liegt direkt an einer Ausfahrt der A3 – und die guten Erweiterungsmöglichkeiten in Hamminkeln ermöglichten es, den Standort im Kreis Wesel zur Europazentrale des erfolgreichen Modeunternehmens auszubauen. Jährlich wuchs und wächst Bonita um 10 bis 20%, was unweigerlich zu Platzmangel führt.

Vollautomatisches, chaotisches Hochregallager

Konnte dieser bisher noch durch Lagerung bei externen Dienstleistern und Just-in-time-Lieferungen ausgeglichen werden, gibt es nun eine dauerhafte Lösung. Seit Mai 2008 entsteht auf mehr als 13 000 m2 Grundfläche ein vollautomatisches, chaotisches Hochregallager, in dem die Textilien sowohl liegend als auch hängend gelagert werden.

„Ein derartiges Lagersystem wurde bisher nur in Großbritannien umgesetzt“, erklärt Bonita-Geschäftsführer Jürgen Pasierbsky. „Auf dem europäischen Festland ist solch eine Lagerung wie in einem überdimensionalen Kleiderschrank bisher nicht bekannt.“

Die Hängeware erreicht das Lager per Lkw schon auf Bügeln. Vom Wareneingang aus wird sie, nach Artikelnummern sortiert, vollautomatisch zum Hochregallager transportiert. Dort angekommen wird die Ware mannlos auf Stangen umgeladen und durch ein Regalbediengerät (RBG) mit knapp 10 km/h zur Lagerposition befördert.

Rahmen auf dem Lastaufnahmemittel vermeidet das Pendeln der Ware

Damit das Pendeln der Ware durch die enorme Beschleunigung und das Abbremsen vermieden wird, ist auf dem Lastaufnahmemittel (LAM) ein Rahmen aufgebracht, der wie eine Art Schutzkappe die Waren fixiert.

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