Deutsche Post World Net

Logistikdienstleister übt sich in striktem Kostenmanagement

19.01.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

John Allan, Finanzvorstand Deutsche Post World Net: „Glücklicherweise ist unser Kundenstamm hoch diversifiziert, sowohl in Hinblick auf die regionale Verteilung als auch auf die verschiedenen Branchen. Wir werden uns daher weiter auf die beiden Bereiche Kostensenkungen und Generierung von Cash konzentrieren und glauben, dass unser Unternehmen gut positioniert ist, um eine weitere Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds relativ gut durchzustehen.“

Die Deutsche Post World Net, der weltweit führende Express- und Logistikdienstleister, hat sein Gewinnziel für das Jahr 2008 dank eines strikten Kostenmanagements und einer klaren Cash-Fokussierung erreicht. Das EBIT vor Einmaleffekten lag dabei im Gesamtjahr leicht über den geplanten 2,4 Mrd. Euro.

„Wir haben im vergangenen Jahr im Rahmen unserer Roadmap to Value-Initiativen energische Schritte eingeleitet, um unsere Kosten auf ein Minimum zu reduzieren und unsere Barbestände zu erhalten“, sagte Finanzvorstand John Allan. „Durch diese Maßnahmen ist es uns gelungen, unsere Gewinnerwartungen trotz der Verschlechterung des gesamtwirtschaftlichen Klimas zu erfüllen.“ Das berichtete EBIT war deutlich besser als minus 1 Mrd. Euro, wobei das Ergebnis wie bereits kommuniziert durch mehrere Einmalbelastungen beeinflusst wurde. Hierbei handelte es sich um die Kosten für die Umstrukturierung des DHL U.S. Express-Geschäfts, Einmalbelastungen in anderen Geschäftsbereichen sowie die Abschreibungen auf Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte im Unternehmensbereich Supply Chain/Corporate Information Solutions. Positiv ausgewirkt hat sich hingegen die Rückzahlung der Bundesregierung in Folge eines gewonnenen EU-Beihilfeverfahrens.

Schwächeres Geschäft im 4. Quartal 2008

Im vierten Quartal schwächten sich die Sendungsvolumina in den meisten Geschäftsbereichen wie erwartet im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. In den Bereichen Luft- und Seefracht gingen die Volumina zurück, wobei die wirtschaftliche Abschwächung in vielen Teilen der Welt zu einem Rückgang in zweistelliger prozentualer Höhe führte. Im Expressgeschäft verringerten sich die Sendungsmengen im vierten Quartal auch außerhalb der USA, einzige Ausnahme bildete die Region Osteuropa, Naher Osten und Afrika, wo die Volumina weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich anstiegen. In Deutschland entwickelten sich die Sendungsmengen im Briefgeschäft wie schon in den drei vorangegangenen Quartalen auch im vierten Quartal stabil. Im Unternehmensbereich Supply Chain/CIS entwickelten sich die Umsätze ebenfalls im Einklang mit der Entwicklung der ersten neun Monate.

Ausblick aus das Gesamtjahr noch nicht möglich

Die Deutsche Post World Net geht davon aus, dass sie nicht vor Ende des ersten Quartals in der Lage sein wird, einen Ausblick für das Gesamtjahr zu geben. Allerdings erwartet der Konzern, dass das Geschäftsumfeld weiterhin schwierig bleiben wird, da der gesamtwirtschaftliche Abschwung Auswirkungen auf viele seiner Kunden hat. „Glücklicherweise ist unser Kundenstamm hoch diversifiziert, sowohl in Hinblick auf die regionale Verteilung als auch auf die verschiedenen Branchen“, so CFO Allan. „Wir werden uns daher weiter auf die beiden Bereiche Kostensenkungen und Generierung von Cash konzentrieren und glauben, dass unser Unternehmen gut positioniert ist, um eine weitere Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds relativ gut durchzustehen.“

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