06.10.2009 | Redakteur: Bernd Maienschein

Der Chemielogistiker Talke baut den intermodalen Anteil seiner europaweiten Transporte aus. Unbeirrt vom Krisen getriebenen Preisdumping im Straßengüterverkehr forciere das Hürther Unternehmen intermodale Verkehrskonzepte, die Schiene und Wasserstraße auf weiten Strecken der Lieferkette integrierten.
Über die Mitgliedschaft im Short-Sea-Shipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) will sich Talke noch stärker in intermodalen Netzwerken verankern.
„Vor zwei Jahren, zu Zeiten des Wirtschaftsbooms, waren unter anderem Kapazitätsengpässe der Auslöser, über weitere alternative Transportkonzepte nachzudenken. Heute bestimmten Kundenanforderungen nach öko-effizienten Logistiklösungen die Nachfrageseite“, sagt Uwe Hagemann, Talke-Manager Operations. „Wer auch zukünftig Ausschreibungen gewinnen will, muss intermodal unterwegs sein.“
Zusammen mit Talke-Business-Unit-Manager Hans Jürgen Becker, beide sind für den Geschäftsbereich Dry Bulk Transport verantwortlich, treibt Hagemann den Ausbau intermodaler Verkehrskonzepte für den international agierenden Chemielogistiker voran. „Es ist die Kooperation in Netzwerken, die uns neue Wege öffnet“, so Becker.
Erst im Mai dieses Jahres hat Talke gemeinsam mit der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (Behala) den Rhein-Spree-Express auf die Schiene gesetzt. Er verbindet die Wirtschaftsregionen Benelux, Eifel, Rhein-Ruhr und Berlin mit wochentäglichen Abfahrten via Güterzug und Binnenschiff.
Aus dem mit Unterstützung des Bonner Short-Sea-Shipping Inland Waterway Promotion Center realisierten Verkehrskonzeptes konnte Talke eigenen Angaben zufolge zwischenzeitlich eine Vielzahl positiver Effekte ziehen. „Das SPC hat für uns wichtige Kontakte hergestellt und uns den Weg zu einer individuellen Systemlösung geebnet“, so Hagemann, der sich seitdem über deutliche Mengenzuwächse im Bereich schütt- und rieselfähiger Chemieprodukte freuen kann. „Heute kommen Kundenanfragen mit intermodalem Bezug automatisch auf uns zu.“
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