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Hinterlandterminals bieten Entlastung für die Seehäfen

14.10.2009 | Autor / Redakteur: Carsten Tietje / Volker Unruh

Das Soltau Logistic Center will künftig noch stärker seine Bahnanbindung nutzen und plant daher eine Erweiterung der Gleisanlage von zwei auf vier Stränge, auf denen dann insgesamt vier Ganzzüge abgefertigt werden können.Bilder: SLC
Das Soltau Logistic Center will künftig noch stärker seine Bahnanbindung nutzen und plant daher eine Erweiterung der Gleisanlage von zwei auf vier Stränge, auf denen dann insgesamt vier Ganzzüge abgefertigt werden können.Bilder: SLC

Synergetische Logistiknetze zählen zu den wichtigsten Standortfaktoren und entscheidenden Kriterien im europaweiten Wettbewerb. Durch die Internationalisierung der Warenströme nimmt die Bedeutung gut funktionierender und aufeinander abgestimmter Verkehrswege immer weiter zu – ebenso wie die zentral gelegener, gut ausgestatteter Logistikstandorte.

Der Nordwesten Deutschlands ist Knotenpunkt für globale Warenströme – Logistik und Verkehr gehören zu den wichtigsten wirtschaftlichen Themen in der Region und bedeuten enorme Wachstumspotenziale.

Soltau bietet kurze Entfernungen nach Hamburg und Bremen

Für die Soltau Logistic Center GmbH & Co. KG (SLC) liegen im Umkreis von 60 km Hamburg, Bremen und Hannover. Und Häfen wie Bremerhaven, Hamburg und der zukünftige Jade-Weser-Port sind ebenfalls nicht weit von dem größten Lager Norddeutschlands mit einer Gesamtfläche von 180000 m² entfernt. Direkt an der Grundstücksgrenze verlaufen die A7 als wichtige Nord-Süd-Verbindung sowie die als „Amerikalinie“ bekannte Bahnstrecke Berlin – Bremen, die auf das Firmengelände ausspurt.

Deutschland verfügt im kombinierten Verkehr über gute Nord-Süd-Angebote, weniger gut entwickelt ist jedoch die Ost-West-Richtung. Ein Grund, weshalb SLC die eisenbahntechnische Anbindung künftig stärker nutzen will: Geplant ist die Erhöhung der bisherigen Kapazität von zwei Gleisen à 450 m auf vier à 700 m Länge, um das An- und Abfahren von vier Ganzzügen zu ermöglichen.

Bessere Eisenbahn-Anbindung für Ost-West-Verkehr geplant

Derzeit befindet sich das Unternehmen in der Endphase des Genehmigungsverfahrens und führt parallel Gespräche mit potenziellen Partnern, die sich aus nationalen und internationalen Eisenbahngesellschaften, Unternehmen mit eigenem Eisenbahnverkehr sowie Logistikdienstleistern rekrutieren.

Hauptanlass der Erweiterung ist der Bau eines Hinterland-Containerterminals. Aufgrund des knappen Lager-Angebots in den Küstenregionen ist ein Ausweichen auf leistungsfähige Hinterlandterminals unerlässlich. Beim Abtransport der Güter aus den Hafengebieten bedarf es neben den gewöhnlichen Anforderungen gut ausgebauter logistischer Konzepte – vom intelligenten Verkehrsmanagementsystem bis hin zur Bereitstellung von Logistikflächen und entsprechenden Dienstleistungen vor Ort.

Durch das Terminal wird das überstrapazierte Netz entlastet

Verkehrswege müssen optimal und effizient genutzt werden. SLC nutzt diesen logistischen Engpass der Hafengebiete und will künftig Lagermöglichkeiten durch strategische Allianzen zwischen Schifffahrt, Schiene und Straße bieten.

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