Schienengüterverkehr

Bahn genießt Transporterfolge in vollen Zügen

30.08.2010 | Redakteur: Volker Unruh

Zwar hat der Schienengüterverkehr das Niveau des ersten Halbjahres 2007 noch nicht ganz erreicht, verzeichnet aber dennoch einen kräftigen Zuwachs im Vergleich mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2010. Bild: DB AG/Seyferth

Der Güterverkehr auf dem deutschen Schienennetz ist im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 18,1% gestiegen. Wie das statistische Bundesamt mitteilt, wurden dabei insgesamt 173,9 Mio. t befördert. Zu berücksichtigen sei allerdings, dass als Folge der Wirtschaftskrise die Transportnachfrage im ersten Halbjahr 2009 um mehr als ein Fünftel (-22,4%) gesunken war.

Der aktuelle Zuwachs beim Schienengüterverkehr, so das Statistische Bundesamt (Destatis), habe diesen Einbruch noch nicht ausgleichen und in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 noch nicht das Niveau des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2007 erreichen können. Damals hatte das Transportaufkommen dem Statistischen Bundesamt zufolge 180,1 Mio. t umfasst.

Bei der Betrachtung der Hauptverkehrsbeziehungen zeigten sich im ersten Halbjahr 2010 besonders hohe Zunahmen im innerdeutschen Verkehr (20,1% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009) sowie im Empfang aus dem Ausland (21,5%). Der Versand in das Ausland und der Durchgangsverkehr sind lediglich um 8,7% beziehungsweise 8,1% gestiegen.

Hohe Transportzuwächse bei Metallen

Aufgrund der insgesamt schwächeren Entwicklung des Auslandsverkehrs ist die tonnenkilometrische Leistung (t/km), die neben der absoluten Transportmenge auch den dabei zurückgelegten Weg berücksichtigt, mit 13,8% weniger stark als die Transportmenge gewachsen, heißt es. Sie habe insgesamt 52,5 Mrd. t/km umfasst und damit noch deutlich unter dem Niveau von 2007 (57,6 Mrd. t/km) gelegen.

Bei den beförderten Mengen zeigten im ersten Halbjahr 2010 einzelne Güterabteilungen ein besonders hohes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. So nahmen die Transportmengen von Eisen, Nichteisen-Metallen um 58,2% und von Erzen, Metallabfällen um 43% zu. Auch Düngemittel (33,6%) und feste mineralische Brennstoffe (21%) verzeichneten im ersten Halbjahr 2010 einen überdurchschnittlichen Anstieg.

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