Industriewaagen

Schweizer Post bestellt 100 Selbstbedienungswaagen

20.09.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Bei der Sendungsaufgabe in der Postagentur setzt die Schweizerische Post auf Waagentechnologie von Bizerba und Pesa. Bild: Bizerba

Im Rahmen des Konzepts „Post beim Partner“ hat die Schweizerische Post den Balinger Wägetechnik-Hersteller Bizerba und seine 100%ige Tochtergesellschaft Pesa im schweizerischen Pfäffikon mit der Lieferung von 100 Selbstbedienungswaagen beauftragt. Postkunden können mit den neuen Waagen künftig in Postagenturen ihre Briefe und Pakete selbst wiegen und frankieren.

Weil sich die Kommunikationsaktivitäten mit Hilfe von E-Mail, SMS und Online-Banking zunehmend in die virtuelle Welt verlagern, verzeichnet die Schweizerische Post an ihren Schaltern erhebliche Mengenrückgänge. Viele Poststellen ließen sich deshalb nicht mehr rentabel betreiben, wie es heißt, was wiederum zu kürzeren und für die Kundschaft unattraktiven Öffnungszeiten führe.

Selbstbedienung in der Postagentur stützt Infrastruktur

Vor diesem Hintergrund prüft die Post in der Schweiz bis Ende 2011 an rund 420 Standorten, ob es für die örtliche Filiale eine Alternative gibt. Bewährt habe sich dabei insbesondere das Modell Postagentur. Es ist seit Anfang 2007 bereits in über 300 Dörfern und Quartieren der Schweiz umgesetzt worden. Zu den Kernelementen der „Post beim Partner“ gehört die Selbstbedienungswaage.

„Mit wenigen Knopfdrucken hat der Kunde einen Brief oder ein Paket gewogen, die Größe bestimmt und einen Barcode zum Frankieren ausgedruckt. Bezahlt wird die Sendung dann an der Kasse des Agenturpartners, bei dem es sich in den meisten Fällen um einen Detaillisten mit langen Öffnungszeiten handelt“, erklärt Dieter Conzelmann, Director Industry Solutions Market bei Bizerba.

Zweites Standbein neben dem Hauptgeschäft

Von diesem Angebot würden alle profitieren, wie es weiter heißt: Die Kunden haben weiterhin eine Post vor Ort und können bei der Erledigung von Postgeschäften vom Angebot des Partners profitieren. Im Dorf oder Quartier wird die Infrastruktur gestärkt und der Agenturpartner erhält zu seinem Hauptgeschäft ein zweites Standbein, das es ihm erlaubt, Synergien zu nutzen.

Um weiterhin einen Service in hoher Qualität zu gewährleisten, schult die Schweizerische Post das Agenturpersonal, das wie Postmitarbeitende ans Postgeheimnis gebunden ist, für seine neuen Aufgaben und unterstützt es während der Startphase. „Wir sind glücklich, mit unserer Technik einen kleinen Beitrag zur Erhaltung einer modernen, flächendeckenden Postversorgung zu leisten“, so Conzelmann.

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