Frachtverkehr

Hellmann Worldwide Logistics etabliert Systemverkehre erfolgreich auf der Schiene

11.05.2011 | Redakteur: Claudia Otto

Mittlerweile buchen auch andere Speditionsunternehmen bei Hellmann Stellplätze auf den Zügen. Bild: Hellmann

Seit sieben Jahren betreibt Hellmann Worldwide Logistics ein Netzwerk für zeitkritische Stückgut- und Expressverkehre auf der Schiene. Wöchentlich werden nach Angaben des Unternehmens so bis zu 2300 Wechselbrücken, Container und Sattelauflieger von der Straße auf die Schiene verlagert.

Im Jahr 2004 stellte Hellmann sich die Frage, wie man den zukünftigen Herausforderungen im Landverkehr am Besten begegnen könnte. Mit großem Mut zum Risiko und Pioniergeist entschloss sich Hellmann, Systemverkehre auf die Schiene zu verlagern.

Durchschnittsgeschwindigkeit der Züge erhöht

Um den rigiden zeitlichen und wirtschaftlichen Anforderungen im Sammelgutverkehr Rechnung zu tragen, mussten nicht nur mit den Terminals anspruchsvolle Zeitfenster ausgehandelt werden. Es war auch nötig, die Durchschnittsgeschwindigkeit der Züge deutlich zu erhöhen. Fährt ein normaler Güterzug mit durchschnittlich 60 Stundenkilometern und einer maximalen Geschwindigkeit von 100 km/h durch die Bundesrepublik, so erreichen die Hellmann-Züge 90 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und 140 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Nur durch die Kombination von späten Annahmeschlusszeiten und frühen Ankunftszeiten in den Umschlagterminals sowie hoher Reisegeschwindigkeit konnte es überhaupt gelingen, Stückgut und KEP-Verkehre erfolgreich zu verlagern.

Rail Hub Hannover sorgt für Netzwerkdichte

Nach anfänglich täglichen Zugverbindungen zwischen den Standorten Hamburg, Bremen, Hannover und Osnabrück nach Frankfurt am Main und Nürnberg wurde das System mittlerweile erfolgreich erweitert und bindet seit Februar 2009 täglich auch Hannover, Regensburg und Landshut mit einem Ganzzug an. Im Mai 2010 wurde das System um eine tägliche Verbindung zwischen Bremen, Hamburg und Basel ergänzt.

Diese Netzwerkdichte wird durch das Rail Hub Hannover ermöglicht, in dem die südgehenden Züge umrangiert und nach Destination neu gebildet werden. Dies geschieht ebenso in umgekehrter, nordgehender Richtung.

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