Hafenumschlag

Neues Aushängeschild für Hamburg?

08.06.12 | Redakteur: Bernd Maienschein

Um die Stückgutabwicklung im Hamburger Hafen zu stärken, setzen sich Verpacker und Logistiker an einen Tisch.
Um die Stückgutabwicklung im Hamburger Hafen zu stärken, setzen sich Verpacker und Logistiker an einen Tisch. (Bild: AKF Siemers)

„Ein gutes Stück Hamburg“ nennt sich eine Kooperation zwischen AKF Siemers Hamburg und Lighthouse Logistics Consulting. Die beiden Unternehmen wollen die öffentliche Wahrnehmung des Hafenstandortes Hamburg als Containerhafen relativieren und das Projekt- und Schwergutgeschäft mit seinen spezifischen Eigenheiten als Teil des Stückgutumschlags stärker in den Vordergrund rücken.

Egal ob Tourist oder alteingesessener Hanseat: Kein Betrachter kann sich der Faszination der großen Containerriesen entziehen, die sich tagtäglich mit ihrer Fracht die Elbe hinauf in den Hamburger Hafen schieben. In den meisten Containern befinden sich dabei so genannte Stückgüter, also Waren, die sich „am Stück“ transportieren lassen. Mit einem Containerisierungsgrad von 97 % ist Hamburg laut Hafen Hamburg Marketing (HHM) auf internationalem Spitzenniveau und vielleicht rührt es daher, dass das Stückgut in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle spielt; der Hamburger Hafen ist weitläufig als Containerhafen bekannt.

An- und Abtransport großer Güter teilweise sehr schwierig

Marc Briese, Geschäftsführer der AKF Siemers Hamburg GmbH, bedauert dies: „Den meisten Laien ist, wenn sie ein imposantes Containerschiff sehen, nicht bewusst, wie schwer der An- und Abtransport der zum Teil sehr großen Güter ist, egal ob in den Containern oder separat verpackt.“

An dieser Stelle sieht Briese dann auch Verbesserungsbedarf im Hamburger Hafen: „Wir bei AKF sind spezialisiert auf beanspruchungsgerechte Verpackungen von Stückgut, zum Teil für sehr große Maschinen und Anlagen. Deswegen liegt uns das Thema Stückgut so am Herzen. Tatsächlich erfordert bereits der An- und Abtransport von sehr großen Waren besondere infrastrukturelle Voraussetzungen, die in der Metropolregion Hamburg nicht immer optimal gegeben sind.“

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