Logistikzentrum

Update: Papiermacher Koehler baut zwei Hochregallager

07.08.12 | Redakteur: Robert Weber

In Miltenberg baute das Hygienepapierunternehmen Fripa ein Hochregallager mit einer transluzenten Fassade aus Polycarbonat. Auch dort fragen sich Bürger: Wird das Hochregal zum Schandfleck für die pittoreske Kleinstadt am Main?
In Miltenberg baute das Hygienepapierunternehmen Fripa ein Hochregallager mit einer transluzenten Fassade aus Polycarbonat. Auch dort fragen sich Bürger: Wird das Hochregal zum Schandfleck für die pittoreske Kleinstadt am Main? (Bild: Weber)

In Oberkirch investiert die Papierfabrik August Koehler AG 35 Mio. Euro in den Standort. Hauptprofiteur ist die Logistik. Zwei Hochregallager, ein Verpackungsgebäude und eine Auslieferungshalle mit fünf Lkw-Rampen sind geplant. Die Architektur erinnert dabei an das Fripa-Logistikzentrum in Miltenberg (Bild) und auch die Planer Luy und Partner des Koehler-Projekts waren bei Fripa verantwortlich.

Das neue Hochregallager mit 19.000 Palettenstellplätzen soll 39 m hoch, 85 m lang und 42 m breit sein, berichtet die „Badische Zeitung“. Doch Anwohner stören sich an der Architektur. Die Bürger fordern, die Maße zu verkleinern, heißt es weiter. Bei den Papiermachern beruhigt man die Anwohner. Man wolle die „Klotz-Wirkung“ des Logistikzentrums vermeiden, zitiert die Lokalpresse. Dafür wollen die Verantwortlichen die Fassade mit Polycarbonat verkleiden. Darüber hinaus soll das Gebäude „in der Höhe und seitlich gestaffelt werden, um die Linien zu brechen“, schreiben Medien. Die Architektur erinnert damit an das Fripa-Logistikzentrum (MM Logistik berichtete darüber). Planer bei diesem Projekt: Luy und Partner. Die Intralogistik verantwortete Hörmann.

Auch in Oberkirch verantwortet das Wiesbadener Planungsunternehmen das Projekt. Das bestätigten die Hessen gegenüber MM Logistik. Die Ausschreibung für die Fördertechnik soll im November losgehen, heißt es weiter.

Durch die Investition spart Koehler jährlich 1000 Lkw-Fahrten ein. In der Vergangenheit mietet sich die Papierfabrik in Fremdlager ein, da die Lagerkapazität in Oberkirch nicht ausreichte, schreibt die Presse. Das Unternehmen kalkuliert mit einer Bauzeit von drei Jahren.

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