Alternative Antriebe

Flüssiggas soll Binnenschiffe antreiben

| Redakteur: Bernd Maienschein

(Bild: Port of Rotterdam)

Am Freitag, den 25. April 2014 haben die Hafenbetriebe von Antwerpen, Mannheim, Rotterdam, Straßburg und der Schweiz einen Kooperationsverbund für die Einführung von Flüssiggas (Liquefied Natural Gas – LNG) unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll sich auf die Bereiche Forschung, Promotion, Wissenstransfer, Recht und Bunkerinfrastruktur erstrecken.

Wie es heißt, stehen die Vereinbarungen um Einklang mit dem LNG-Masterplan Rhein-Main-Donau, an dem ebenfalls alle genannten Akteure beteiligt sind und dessen Ziel darin besteht, Flüssiggas als vollwertigen Kraftstoff für die Binnenschifffahrt auf dem Rhein-Main-Donau-Korridor zu etablieren. Die Europäische Union fördert den Aufbau einer LNG-Infrastruktur im Rhein-Main-Donau-Gebiet mit Beihilfen in Höhe von 40 Mio. Euro. Inzwischen hat die Danser Group mit Unterstützung aus dem LNG-Masterplan den Umbau des Schubverbands Eiger-Nordwand in Angriff genommen. Die Motoren werden künftig zu 99 % mit Flüssiggas betrieben.

LNG-Markt soll voll entwickelt werden

Die Zusammenarbeit passt in die Pläne des Hafenbetriebs Rotterdam, der den Markt für LNG als Kraftstoff zur vollen Entwicklung bringen und noch vor Ende 2015 einen LNG-Hub in Rotterdam eröffnen will. Um dies zu bewerkstelligen, investiert der Hafenbetrieb in Infrastruktur und in die Zusammenarbeit mit relevanten Partnern und er setzt sich nach eigenen Angaben für das Zustandekommen der notwendigen nationalen und internationalen Strategien und Rechtsvorschriften ein.

Seit 2011 ist im Hafen von Rotterdam ein spezieller Terminal für die Lagerung und den Umschlag von Flüssigerdgas in Betrieb: der Gate-Terminal. Die ersten LNG-betriebenen Binnenschiffe, die Rotterdam bedienen, sind die Argonon und die Greenstream. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Rotterdam die Vorschriften dahin gehend angepasst, dass nun auch die Binnenschifffahrt bunkern kann. LNG ist Erdgas in flüssiger Form. Erdgas (Methan) geht bei -162 °C in den flüssigen Aggregatzustand über. LNG-betriebene Schiffe sind leiser und stoßen kaum Schwefel- und Stickoxide aus. Darüber hinaus kann die CO2-Emission um 15 % gesenkt werden.

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