Docking-Stationen

Für Präzision und Sicherheit beim Andocken

| Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Bernd Maienschein

Sechs Andockstationen nach dem neuesten Tand der Technik ermöglichen bei Freu-denberg für effiziente Be- und Entladeprozesse.
Sechs Andockstationen nach dem neuesten Tand der Technik ermöglichen bei Freu-denberg für effiziente Be- und Entladeprozesse. (Bild: Novoferm)

Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Fahrers reichen für präzises Andocken alleine nicht aus. Erst das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Komponenten der Docking-Station, wie Überladebrücke, Tor, Torabdichtung und Puffer, ermöglicht sicheres Anfahren und effiziente Be- und Entladeprozesse – auch wenn es an der Rampe „rundgeht“.

In der Multifunktionshalle des neuen Logistikzentrums von Freudenberg Filtration Technologies in Kaiserslautern, Marktführer im Bereich Automobil-Innenraumfilter, sind sechs Andockstationen von Novoferm installiert. In der rund 12.000 m² großen Halle werden die Filter verpackt und versandt. Pro Tag docken mehr als 45 Lkw an, Tendenz steigend.

Die Basis für die Be- und Entladeeinrichtungen bildet eine praxiserprobte und technisch verlässliche Systemverladetechnik. Die 3 m × 3 m großen Verladetore bestehen aus Thermosektionen, gefertigt mit einem 45 mm starken PUR-Hartschaumkern, ihr U-Wert beträgt 0,51 W/m²K. Um den Wärmeverlust während des Ladevorgangs gering zu halten, hat Novoferm Torabdichtungen des Typs „NovoSeal S420“ mit einem rückfedernden Aluminiumvorbau installiert. Zusätzlich schützen Dichtlippen an den Verladebrücken gegen Zugluft.

Um die hochwertigen Produkte von Freudenberg schnell, sicher und erschütterungsfrei verladen zu können, wurden Überladebrücken des Typs „NovoDock L 530 i“ eingebracht, die sich stufenlos positionieren lassen. Bei voll ausgefahrenem Vorschub bilden Plateau und Vorschublippe eine bündige Fläche, ganz ohne Schwellen und Stolperkanten. Sämtliche Komponenten der Verladeeinheit sind im System optimal aufeinander abgestimmt und wurden an allen sechs Verladeeinheiten identisch installiert.

Elektronischer Anfahrschutz verhindert Schäden an Gebäude und Fahrzeug

Zudem wurde das elektronische Anfahrsystem „NovoEasy“ installiert. Dieser intelligente Anfahrschutz hilft mit seiner vorausschauenden Technik, Lkw bereits vor dem Anfahrpuffer sicher zu stoppen und so Schäden am Gebäude oder Fahrzeug weitgehend zu vermeiden. Eingesetzt sind folgende Komponenten: ein elektronisches Anfahrsystem mit Sensor und Ampel, ein Anfahrpuffer aus einem neuartigen Hochleistungskunststoff und ein elektronischer Radkeil.

Beim Anfahrsystem läuft die Kommunikation mit dem Lkw-Fahrer über die Farbgebung einer Ampelanlage. Ein grünes LED-Licht zeigt an, welche Station zum Verladen bereit ist. Wechselt die Ampel beim Anfahren auf Gelb, ist der Lkw mit seiner Ladekante nur noch etwa 80 cm von der Rampe entfernt. Springt die Lichtanlage auf Rot um, hat das Fahrzeug die ideale Position erreicht und der Fahrer stoppt. Die für das Prozedere erforderliche spezielle Sensorik sitzt im Anfahrpuffer und misst kontinuierlich den Abstand zum Lkw.

Überladebrücken mit stabilen, warm gewalzten Unterzügen

Die Breckle Gruppe, einer der führenden Hersteller von Matratzen und Polsterbetten in Europa, beliefert von ihren Produktionsstandorten Northeim, Hohenölsen/Weida und Bietigheim-Bissingen den kompletten europäischen Markt schnell und zuverlässig. An den Schnittstellen im Warenein- und -ausgang setzt das Unternehmen bei jeder Expansion immer wieder auf die bewährte Verladetechnik von Koch, Lage/Lippe. Diese besteht aus robusten, noch komplett in Deutschland produzierten Überladebrücken. Zu den besonderen Merkmalen dieser Brücken zählen die warmgewalzten stabilen Unterzüge, die ungewöhnliche Vorschublänge von 600 mm (anstatt der branchenweit üblichen 500 mm) und die standardmäßige Plateaubreite von 2250 mm. Teile des Vorschubs sind beweglich und die Segmente links und rechts schieben sich zurück, wenn ein Fahrzeug etwas versetzt an der Rampe andockt.

Bei den Torabdichtungen setzt Breckle immer wieder auf das bewährte Modell TAS-SK von Koch. Schaumkerne in den Seitenteilen und die Hubdachautomatik dieses Modells sorgen dafür, dass falsch anfahrende oder überhohe Fahrzeuge die Torabdichtungen nicht beschädigen können. Da überwiegend großvolumige Transporter mit großer Innenhöhe und niedrigem Fahrwerk andocken, reichen die Torabdichtungen bis weit unter das Rampenniveau. Dies erfordert eine größere Bauhöhe der Torabdichtung, was die Fertigung von Koch-Lagertechnik ohne Probleme leisten kann.

Loading Systems bietet ein komplettes Lieferprogramm an Produkten und Dienstleistungen für den Be- und Entladebereich und damit für komplette Andockstationen. Zum Produkt- und Systemspektrum zählen Überladebrücken, Ladeplattformen, Verladehubtische und Torabdichtungen ebenso wie Sicherheitssysteme, Ladehäuser, Schnelllauftore und Kontrollsysteme.

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