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UPS startet E-Bike-Test in Offenbach

| Redakteur: Bernd Maienschein

Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider lässt sich von UPS-Zusteller Tasso Savallas den Cargo Cruiser erklären.
Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider lässt sich von UPS-Zusteller Tasso Savallas den Cargo Cruiser erklären. (Bild: UPS)

Offenbach und UPS starten einen Pilot: Ein elektrisch unterstütztes Lastenrad, der UPS Cargo Cruiser, soll bei der Belieferung der Fußgängerzone und der angrenzenden Bereiche in der Offenbacher Innenstadt getestet werden.

Ziel des Projektes „UPS e-bike“ ist die alternative und damit stadtverträgliche Gestaltung der Liefer- und Ladeverkehre im innerstädtischen Bereich. Damit reagiert UPS auf die Parkraumproblematik und das hohe Verkehrsaufkommen in Innenstädten. Gleichzeitig möchte man, wie es heißt, durch den Einsatz des Cargo Bikes die Schadstoffemissionen reduzieren. Während der zweijährigen Testphase ist auch die Errichtung eines mobilen Depots vorgesehen, das als zentrale Anlaufstelle und Lager für die UPS-Zusteller dient. Das mobile Depot wird in Form eines Paketwagenanhängers von Montag bis Freitag auf dem Platz der Deutschen Einheit aufgestellt. Zuvor beladen UPS-Mitarbeiter diesen in der UPS-Niederlassung Frankfurt-Fechenheim.

Der Paketwagenanhänger wird von einem UPS-Zustellfahrzeug, das diese Region beliefert, an den definierten Stellplatz abgesetzt, wodurch keine zusätzlichen Wege für das Abstellen des mobilen Depots anfallen. Von dort erfolgt die Umladung auf den UPS Cargo Cruiser zur Distribution im Gebiet. Der UPS-Zusteller bedient sich mehrmals am Tag an dem mobilen Depot und belädt das Lastenrad mit von Versandkunden abgeholten Paketen. Abends wird der Paketwagenanhänger wieder von demselben Zustellfahrzeug auf dem Rückweg zu der Fechenheimer Niederlassung abgeholt.

Verträglicher Stadtverkehr für Klima und Bewohner

„Der Testlauf mit dem Elektrolastenrad ist ein vielversprechender Ansatz, um in Offenbach einen emissionsfreien Versand in der Innenstadt gewährleisten zu können“, so Victor Stern, Gebietsleiter der UPS-Division Frankfurt. „Nach einer erfolgreichen Testphase ist durchaus eine Verlängerung dieser Lösung in Offenbach am Main angestrebt.“

„25 % aller verkehrsbedingten CO2-Emissionen entstehen in den Städten. Sie leiden am meisten unter der Überlastung der Straßen, dem Lärm und der schlechten Luftqualität. Deswegen muss der Anteil der Fahrzeuge mit konventionellen Antrieben schrittweise reduziert werden“, so Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. „Das Lasten-Pedelec ist leise und schont das Klima. Ich freue mich, dass die Stadt Offenbach und UPS gemeinsam diese alternative Form der Güterversorgung vorantreiben. Sie sind damit auch Beispiel für eine organisatorische Neuorientierung: Um den Stadtverkehr verträglicher für Klima und Bewohner zu gestalten, müssen Kommunen neue Wege gehen, etwa durch Kooperationen und Partnerschaften mit Unternehmen.“

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