Alternative Antriebe

E-Power für nachhaltige Nutzfahrzeuge

| Redakteur: Bernd Maienschein

ABT kann das „eCab“ von AL-KO für die Reichweitenbedürfnisse verschiedener Zielgruppen genau auslegen.
ABT kann das „eCab“ von AL-KO für die Reichweitenbedürfnisse verschiedener Zielgruppen genau auslegen. (Bild: ABT)

Fahrwerksspezialist AL-KO hat zusammen mit ABT, den Meisten bekannt als Automobil-Tuner der Marken Audi, VW, Seat und Skoda, den vollelektrisch angetriebenen Transporter „eCab“ entwickelt, der nach eigenen Angaben in Städten wirtschaftlich zu betreiben ist. Reiner Fink, Vice President Commercial Vehicles bei AL-KO, sieht in der E-Mobilität ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell.

Aufgrund von (Teil-)Elektrifizierungspotenzialen insbesondere für kleine Lkw stellen auch die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts ökonomisch günstige Perspektiven für den Absatz elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge fest. Das variable AL-KO-Chassis ermöglicht den Einbau unterschiedlich großer Batterien. So kann ABT das Fahrzeug für die Reichweitenbedürfnisse verschiedener Zielgruppen genau auslegen.

Wirtschaftlichkeit im Alltag steht im Vordergrund

Außerdem ergeben sich vielfältige Aufbauvarianten und eine Auflastung um 750 kg auf 4,25 t zulässiges Gesamtgewicht. Ein großer Vorteil in der Praxis: Dank der „Vierten Verordnung über Ausnahmen zu den Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung“ (Stand: 31.12.2014) ist zum Manövrieren von elektrischen Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 4,25 t ein Führerschein der Klasse B ausreichend. Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit – diese grundlegenden Kriterien besaßen bei der Entwicklung stets Priorität.

„Unser Leichtbaukonzept ermöglicht einen Nutzmassevorteil von bis zu 400 kg, einen ebenen Ladeboden ohne Radkästen sowie einen tiefen Einstieg. In der Praxis bedeutet das: hohe Ladevolumen, effizientes Beladen und kurze, ermüdungsfreie Ladevorgänge, die sich positiv auf die Total Cost of Ownership (TCO) auswirken“, erklärt Fink und ergänzt: „Auch die oft gestellte Reichweitenfrage können wir mit dem ,eCab‘ zufriedenstellend beantworten. Die momentane Ladekapazität der Akkus ist für 120 km ausgelegt. Kunden können sich zwischen einer einphasigen Lademöglichkeit (3,6 kW) oder einem dreiphasigen Schnellladen mit 22 KW entscheiden, mit der die Akkus in nur 1,5 h wieder vollständig aufgeladen sind.“

Es besteht Optimierungsbedarf

Dennoch gibt es für Fink Optimierungsbedarf: „Der ,eCab‘ bietet einen soliden Einstieg in das Thema E-Mobilität bei Transportern. Seine Reichweite ist für den Stadt- und Umlandverkehr ausreichend, doch darüber hinaus müssen weitere Schritte folgen, beispielsweise ein Ausbau öffentlicher Ladestationen oder eine Erweiterung der Ladekapazitäten.“

Das Ziel ist eindeutig: die nachhaltige Verbesserung der Luftqualität in Deutschlands Metropolen, ohne wirtschaftliche Einbußen für Gewerbe und Handwerk. Auf dem Weg dorthin gelte es für alle, ob Politik, Betriebe oder Umweltverbände, umsichtige Entscheidungen zu treffen und gemeinsam tragfähige Lösungen anzustreben, ist man bei AL-KO überzeugt.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44738145 / Distributionslogistik)