Gepäck-Handling

Erster Bodenabfertiger nutzt Anti-Kollisionsschutz

| Redakteur: Bernd Maienschein

Der Anti-Kollisions-Assistent (ACA) schützt vor Schäden, die durch das Berühren des Flugzeugs mit dem Förderband entstehen können.
Der Anti-Kollisions-Assistent (ACA) schützt vor Schäden, die durch das Berühren des Flugzeugs mit dem Förderband entstehen können. (Bild: Wisag)

Wisag Aviation Service führt als erster Bodenabfertiger an Flughäfen den Anti-Kollisionsschutz an Power-Stow-Förderbändern ein. Der Anti-Kollisions-Assistent (ACA) an regulären Förderbändern hat sich nach Angaben des Dienstleisters bereits bewährt. Die spezielle Ultraschallsensorik des ACA funktioniert dabei ähnlich wie bei einer Einparkhilfe.

Eine neue Vorschrift der internationalen Luftverkehrsvereinigung IATA verschärft zukünftig die Sicherheitsbestimmungen im Abfertigungsprozess von Flugzeugen. Das gilt für alle Geräte, die bei der Bodenabfertigung das Flugzeug berühren. Den Anti-Kollisions-Assistenten der Firma Mulag an Förderbändern bei der Gepäckbe- und -entladung setzt Wisag schon eineinhalb Jahre ein, mit erfreulichem Ergebnis, wie es heißt: Durch das Berühren des Flugzeugs hervorgerufene Schäden sind demnach deutlich zurückgegangen.

Erst Schrittgeschwindigkeit, dann Schneckentempo

Vollkommen beseitigt wurden nach Angaben des Bodenabfertigers Schäden, die durch zu schnelles Heranfahren an das Flugzeug passieren, denn die spezielle Ultraschallsensorik des ACA funktioniert ähnlich wie bei einer Einparkhilfe: Sie sendet optische und akustische Signale an den Fahrer. Bei Einfahrt in die Sicherheitszone wird das ACA aktiviert und reduziert die Bewegung auf Schrittgeschwindigkeit, geht ab 2 m Entfernung gar auf Schleichfahrt zurück.

Erster Einsatz am Flieger: Team und Testmodell am Flughafen Köln/Bonn.
Erster Einsatz am Flieger: Team und Testmodell am Flughafen Köln/Bonn. (Bild: Wisag)

Auch bei der Weiterentwicklung des Systems für die Nutzung an Power-Stow-Förderbändern ergriff Mulag gemeinsam mit dem langjährigen Partner Wisag Aviation Service die Initiative. Der sogenannte Power Stow Rollertrack Conveyor ist eine Förderbandverlängerung, die es ermöglicht, Gepäck um 90°-Links- oder Rechtskurven bis zum Ende des Laderaums zu führen. Auf der Rollenoberfläche des Power Stow kann Gepäck jeglicher Form, Größe oder Gewicht zwischen Laderaum und Förderband geschoben werden, was die Bodendienstmitarbeiter körperlich deutlich entlastet.

Erfolgreiche Trockentests

Mulag lieferte im August 2016 das Serienfahrgestell, das dann bei Power Stow in Dänemark ausgestattet wurde. Zurück im baden-württembergischen Oppenau erweiterte Mulag das Förderband anschließend mit dem Anti-Kollisions-Assistenten. Mehrere Trockentests mit allen drei Partnern folgten. Schließlich konnte das Testmodell an den Flughafen Köln/Bonn ausgeliefert werden, wo jüngst der erste Einsatz am Flugzeug stattfand – sehr erfolgreich, wie es heißt. Das Power-Stow-Förderband mit ACA steht nun im operativen Abfertigungsbetrieb der Wisag Aviation Service zur Verfügung.

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