Bewegliche Regale

Flexible Produktion dank Teileversorgung „to go“

| Autor / Redakteur: Hans van der Velden / Bernd Maienschein

„SmartBin mobile“: Weil das System ohne Netzstrom direkt an der Fertigungszelle oder Montagelinie betrieben wird, werden Wartezeiten und Transportwege eliminiert.
„SmartBin mobile“: Weil das System ohne Netzstrom direkt an der Fertigungszelle oder Montagelinie betrieben wird, werden Wartezeiten und Transportwege eliminiert. (Bild: Bossard)

Die flexible Produktion greift direkt an den Montagearbeitsplätzen oft noch zu kurz, dort schlummern noch ungeahnte Potenziale. Kürzere Wege und eine höhere Produktivität lassen sich mit mobilen B- und C-Teilebehältern erreichen, die autonom eingesetzt und problemlos in gesamtheitliche Logistikkonzepte eingebunden werden können.

Durchschnittlich rund 50 % der Einzelteile eines Produkts bestehen aus Verbindungselementen. Wer schon einmal einen Schrank selbst aufgebaut hat, kennt die damit verbundenen negativen Aspekte. Ärgerlich und teuer wird es immer dann, wenn ein dringend benötigtes Verbindungselement fehlt, qualitativ minderwertig beziehungsweise defekt ist oder verloren geht. Im industriellen Umfeld sind die Folgen ungleich größer. Lässt sich in der Produktion eine Komponente aus einem der genannten Gründe nicht verbauen, drohen Verzögerungen oder gar ein Fertigungsstopp. Ein Cent-Artikel sorgt dann für eine exponentielle Vervielfachung der Kosten.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf die Gesamtbetriebskosten bei Verbindungselementen. Nach Erhebungen der Bossard-Gruppe liegt der Preis dieser Massenartikel innerhalb der Verbindungskosten nur bei etwa 15 %. Die restlichen 85 % werden für Entwicklung, Beschaffung, Prüfung, Inventur, Fertigung und Logistik aufgewendet.

Erfolg mit besserer und schlankerer Produktion

In der heutigen, schnelllebigen Welt stellt eine hocheffiziente Produktion den wahren Wachstumstreiber dar. Erfolgreich ist, wer besser und schlanker produzieren kann. Viele Unternehmen konzentrieren sich auf eine kundenindividuelle Massenproduktion, Echtzeitautomatisierung und -kontrolle sowie lückenlose Prozesstransparenz. Selten im Fokus steht dabei die Detailanalyse der direkten Produktionsumgebung. Bewegliche Lagereinheiten wie „SmartBin mobile“ sorgen hier für kürzere Wege und erhöhen die Flexibilität sowie Versorgungssicherheit.

Bestände und Verbrauch über das Gewicht erfassen

Die „SmartBin“-Systeme von Bossard wurden bereits Ende der 90er-Jahre im Markt eingeführt. Den Lösungen liegt eine einfache Idee zugrunde: Jedes Verbindungselement hat ein Gewicht, das sich messen lässt. Behälter mit eingebauten Gewichtssensoren übermitteln pausenlos den Bestand der eingelagerten B- und C-Teile. Jede Entnahme wird erfasst, von der Bossard-Analysesoftware Arims ausgewertet und – bei Unterschreiten eines vorher festgelegten Mindestbestands – dem Lieferanten bereits intelligent aufbereitet zugestellt. Dieser liefert automatisch den entsprechenden Nachschub – je nach Leistungsdefinition per Express, mit der nächsten Standardlieferung sowie auch direkt an den Arbeitsplatz.

Bossard „SmartBin“ eignet sich daher besonders für Unternehmen, die eine sichere und nahtlose Versorgung benötigen. Überwacht werden können Kleinteile mit wenigen Gramm Gewicht bis zu Europaletten mit maximal 1000 kg. Dadurch wird eine Verringerung der Beschaffungs- und Lagerkosten sowie ein deutlich geringerer Aufwand beim B- und C-Teile-Management erreicht – bei gleichzeitig erhöhter Versorgungssicherheit und Transparenz. Daraus ergeben sich in Verbindung mit einer niedrigeren Kapital- und Personalbindung belegbare Einsparungen in Höhe von 20 bis 40 %.

Mittels der „SmartBin-mobile“-Anwendung wird das Produktionsmaterial direkt an den Verbrauchsort gebracht.
Mittels der „SmartBin-mobile“-Anwendung wird das Produktionsmaterial direkt an den Verbrauchsort gebracht. (Bild: Bossard)

Die bewegliche Lagereinheit „SmartBin mobile“ von Bossard wurde speziell dafür konzipiert, sowohl mit dem Werker in der Montage wie auch mit den Anforderungen an eine hochflexible Produktion Schritt zu halten. Dazu wird das mit komfortablen Führungsgriffen ausgestattete System einfach mit an die Fertigungszelle oder Fertigungslinie genommen.

Auch bei Schichtende muss das System nicht bewegt werden

Vorkonfektioniert mit den nur für den jeweiligen Arbeitsauftrag relevanten Teilen erspart sich der Werker so den Weg zur Teileausgabe und die damit verbundenen Lauf- und Wartezeiten. So wird zudem gewährleistet, dass mit Sicherheit nur die dem jeweiligen Auftrag zugewiesenen Teile verbaut werden. Für die zuverlässige Erfassung der Entnahmen sorgen ein integriertes Modem und eine Batterieeinheit. Die Verbrauchsdaten jedes einzelnen Lagerbehälters werden pausenlos per Funk an die Analysesoftware Arims übermittelt. Nachgefüllt wird direkt vor Ort. ■

* Hans van der Velden ist Geschäftsführer der Bossard Deutschland GmbH in 89186 Illerrieden, Tel. (0 73 06) 7 82-4 01, hvandervelden@bossard.com

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