Serapid

Olympia 2008 mit süddeutscher Bühnentechnik eröffnet

11.08.2008 | Redakteur: Annedore Munde

Bei den Olympischen Spielen heben 62 Liftsysteme des Typs Serapid Linklift 100 die 1080 m² große Bühnenfläche im Pekinger Stadion. Bild: Serapid

Am 8. August 2008, war es so weit: In der Mitte des spektakulären „Vogelnest“-Stadions hebt sich der Boden, eine riesige magische Kugel steigt leuchtend empor, Tausende von Tänzern, Licht und Rhythmus erfüllen den Raum – die Olympischen Spiele 2008 in Peking sind eröffnet. Daran beteiligt war Technik des französischen Fördermittelherstellers Serapid, dessen deutsche Niederlassung in Bad Mergentheim zu Hause ist.

62 Liftsysteme des Typs Serapid Linklift 100 heben die 1080 m² große Bühnenfläche im Pekinger Stadion. Die Gesamtfläche ist in zehn Podien unterteilt. Ihre zum Teil ungewöhnliche Form folgt ganz dem Konzept des englischen Event-Designers Mark Fisher. Die Hebetechnik unter der imposanten Oberfläche leistet Außergewöhnliches: Die Hubdistanz geht bis zu 7 m, alle zehn Podien zusammen haben eine statische Kapazität von über 500 t.

Die Podien stehen frei, sodass der Hebemechanismus ohne externe Führungen auskommen muss. Die dreifachen Scherenkonstruktionen, die auf 7 m Höhe nicht mehr als 5 mm zur Seite abweichen, wurden ebenfalls von Serapid entwickelt.

Linklift: Standard für veranstaltungstechnische Hebesysteme

Das Pekinger Projekt ist für das Unternehmen ein weiterer Höhepunkt in einer langen Reihe großer bühnentechnischer Installationen, unter denen sich unter anderen die Walt Disney Concert Hall, die Kopenhagener Oper und das Potsdamer Hans-Otto-Theater finden. Der Linklift, patentiert und mehrfach prämiert, gilt nach zehn Jahren auf dem Markt als Standard für veranstaltungstechnische Hebesysteme, so das Unternehmen. Auch das Beijing Special Engineering and Design Institute wollte ihn haben, heißt es weiter.

In Bad Mergentheim ist man erst einmal erleichtert darüber, dass alles so gut und ohne technischen Hänger gelaufen ist. Geschäftsführer Klaus Würkner: „Die ambitionierten Ideen der Veranstalter haben Serapid nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt, waren aber doch eine Herausforderung für unsere Ingenieure. Da die ganze Welt zusehen konnte, waren wir dann schon etwas nervös. Jetzt sind wir stolz, die Zeremonie in dieser Form erst ermöglicht zu haben.“

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