Flurfreie Fördersysteme

Transporte an der Decke

29.05.2009 | Autor / Redakteur: Volker Unruh / Volker Unruh

Der Aviator eignet sich für den Betrieb in fast jeder Regalkonstruktion, die für eine Installation dieses flurfreien Fördersystems in der obersten Ebene tragfähig genug ist oder gemacht werden kann.Bild: Westfalia

Wenn es in Unternehmen auf den schnellen innerbetrieblichen Transport oder die effiziente Flächennutzung ankommt, richten sich die Blicke der Verantwortlichen immer häufiger nach oben. Flurfreie Fördersysteme sind schnell, platzsparend und sicher.

Am Flughafen in Doha, Emirat Katar, wird das Catering der Flugzeugflotte in einem eigens erbauten vierstöckigen Trakt abgewickelt. Dazu gehört auch das Beladen von Service-Trolleys mit Speisen, Getränken, Duty-Free-Artikeln und Zeitungen und deren Transport zu den Flugzeugen. Szenenwechsel: Der international tätige Logistikdienstleister Dachser hat Ende 2008 am Standort Gersthofen bei Augsburg ein Hochregallager fertiggestellt, das in einigen Bereichen automatisch bedient wird.

So unterschiedlich die Orte, so unterschiedlich die Aufgaben – eines haben beide Beispiele gemein: Es werden flurfreie Fördermittel eingesetzt.

In Doha sorgt eine 1,6 km lange Elektrohängebahn mit 130 Fahrwerken und rund 20 000 Transporten pro Tag für das Wohl der Flugpassagiere. Und da bei solchen Einsätzen nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Hygiene zählt, hat der Hersteller eine besondere Lösung entwickelt, um den Reinigungsprozess der Trolleys zu beschleunigen: Die Böblinger Eisenmann AG entwickelte spezielle, abkoppelbare Gehänge. Wenn jetzt die Reinigung der Trolleys ansteht, werden die Gehänge von den EHB-Fahrwerken abgekoppelt, um mitsamt ihrer Ladung durch eine Art Waschstraße zu fahren. Anschließend werden sie automatisch wieder angekoppelt.

Klassische Regalbediengeräte erhalten flurfreie Konkurrenz

Ganz anders gestaltet sich der Aufgabenbereich im Dachser-Lager in Gersthofen. Dort müssen unter anderem sechs Regalgassen mit neun Ebenen und insgesamt 10 000 Lagerplätzen automatisch und mit einer Leistung von derzeit über 70 Paletten pro Stunde bedient werden. Und zwar nicht etwa mit einem herkömmlichen Regalbediengerät, sondern mit einer flurfreien Technik, die ihr Anbieter Westfalia Aviator nennt – einst als Transfaster bekannt.

Dabei handelt es sich im Prinzip um ein Lastaufnahmemittel, das an Stahlseilen an einer Art Laufkatze aufgehängt ist. Die Laufkatze wiederum fährt auf waagerecht entlang der Regale montierten Schienen durch den Regalgang. Besondere steuerungstechnische Algorithmen sorgen dafür, dass das Gewerk seine Arbeit praktisch pendelfrei verrichtet, auch beim Bremsen und Beschleunigen.

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