Columbus McKinnon

Neuer elektromechanischer Offshore-Kran der Marke Pfaff-Silberblau

27.07.12 | Redakteur: Stefanie Michel

Ronald Bartel: „Wir haben die Bandbreite unseres Spektrums reduziert, weil wir durch die Fokussierung auf das Systemgeschäft noch besser werden wollen.“
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Ronald Bartel: „Wir haben die Bandbreite unseres Spektrums reduziert, weil wir durch die Fokussierung auf das Systemgeschäft noch besser werden wollen.“ ( Bild: Michel )

Das einstige Familienunternehmen Pfaff-Silberblau liefert als Marke unter der Firmierung Columbus McKinnon Engineered Products Komponenten und Systeme für mechanische Antriebs- und Hebetechnik. Auf der Pressekonferenz in Kissing stellt das Unternehmen einen elektromechanischen Kran für Offshore-Anwendungen vor.

Unter der Marke Pfaff-Silberblau stellt Columbus McKinnon einen elektromechanischer Kran vor, der mit einer Auslegerlänge von bis zu 12 m im Nearshore- und Offshore-Bereich Lasten von bis zu 5 t hebt. Seine besondere Konstruktion mit flexiblen Hub-, Wipp- und Schwenkgeschwindigkeiten soll eine sichere Be- und Entladung von Schiffen auch bei starkem Seegang ermöglichen.

Der Kran kann als Arbeitskran für den Transport von Wartungsmaterial und Servicepersonal auf Fundamente von Offshore- und Nearshore-Windenergieanlagen, Öl- und Erdgasplattformen, aber auch in Hafenanlagen und auf Schiffen installiert werden.

Korrosionsbeständige Komponenten des Krans versprechen lange Lebensdauer

Der elektromechanische Kran verspreche aufgrund seiner korrosionsbeständigen Komponenten und der hochwertigen Verarbeitung eine hohe Verfügbarkeit, geringen Wartungsaufwand und eine lange Lebensdauer. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hydraulikkranen benötigt der neue Kran keine Hydrauliköle, die austreten und der Umwelt verschmutzen können. Zudem kann bis zu 40 % Wartung im Vergleich zu hydraulischen Systemen eingespart werden, berichtet Andreas Maier, Leiter Engineered Solutions and Services.

Im Wesentlichen besteht aus einem Spindelhubelement für die Auslegerverstellung, einer Seilwinde zum Heben und Senken der Last und einem Schwenkantrieb zum Drehen. Das Spindelhubelement stammt aus dem erprobten Baukastensystem von Pfaff-Silberblau. Die Seilwinde zum Heben und Senken der Last ist im Kran integriert und so vor aggressiven Umwelteinflüssen geschützt. Ein Überlastschutz in der Steuerung des Krans verhindert Schäden am Hubelement und der Seilwinde durch zu schwere Lasten. Die Schwenkbewegung leistet eine zugelassene Kugeldrehverbindung mit Getriebemotor.

Pfaff-Silberblau fokussiert jetzt Systemgeschäft

Solche Systeme, aber auch kundenspezifische Entwicklungen sind nun die Aufgaben des Hauptsitzes von Pfaff-Silberblau in Kissing. Katalogware wird hier nicht mehr produziert, sondern bei Columbus McKinnon Industrial Products (ehemals Yale) in Velbert. Wie der Geschäftsführer der Columbus McKinnon Engineered Products, Ronald Bartel, bestätigt, ist dies für den Standort Kissing nur von Vorteil: „Pfaff-Silberblau ist in der Zukunft angekommen. Wir fokussieren uns heute mehr denn je auf unsere Stärken: Leistungsstarke Antriebstechnik und Hebetechnik mit zuverlässiger Qualität und hohem Sicherheitsstandard.“

Im Werk Kissing selbst erwirtschaftet Columbus McKinnon mit 200 Mitarbeitern 55 Mio. Euro Umsatz (weltweit fast 592 Mio. Dollar). Davon entfällt etwa je ein Drittel auf das Systemgeschäft, die Hebe- und Fördertechnik sowie die Antriebstechnik.

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