Intralogistik

Abschlüsse auf der Cemat 2014 erreichen Rekordniveau

| Redakteur: Jürgen Schreier

53.000 Besuchern aus 65 Ländern kamen zur Cemat 2014 nach Hannover.
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53.000 Besuchern aus 65 Ländern kamen zur Cemat 2014 nach Hannover. (Bild: Deutsche Messe)

Mit rund 53.000 Besuchern aus 65 Ländern ging die Cemat 2014 am 23. Mai nach fünf Veranstaltungstagen in Hannover zu Ende. 1025 Aussteller – 58 % davon kamen aus dem Ausland – zeigten auf der Intralogistikmesse mehr als 4000 Innovationen.

Internationaler und innovativer präsentierte sich die neu strukturierte Cemat 2014, die in diesem Jahr unter dem Leitmotto „Smart – Integrated – Efficient “ stand „Die Cemat steht für eine boomende Branche und in diesem Jahr für 1,7 Mio. Businesskontakte. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber 2011. Unsere Aussteller sind hochzufrieden“, freut sich Dr. Andreas Gruchow, im Vorstand der Deutschen Messe unter anderem für die Intralogistikmesse verantwortlich.

Zahl der Besucher aus dem USA verdoppelt

Mit rund 53.000 Besuchern aus 65 Ländern legte die Cemat laut Gruchow eine Punktlandung hin. 33 % der Besucher reisten aus dem Ausland an. Europa ist mit 70 % Spitzenreiter, gefolgt von Asien mit 13 %, Amerika mit 9 %, Afrika mit 5 % und Australien mit 3 %. Die Top-15-Besucherländer: Niederlande, Großbritannien, Polen, Tschechische Republik, Italien, Österreich, Frankreich, USA, Belgien, Spanien, Schweiz, Schweden, Russland, Südafrika und China. Deutliche Zuwächse zeigten sich dabei aus Großbritannien, Polen, den USA und Russland. Aus den USA – eines der führenden Intralogistikländer – kamen im Vergleich zu 2011 doppelt so viele Aussteller und Besucher.

Auch die „Besucherqualität" stimmte, wie Messevorstand Gruchow bei der Abschlusspressekonferenz am 23. Mai erläuterte. 80 % der Cemat-Besucher waren Entscheider mit Einkaufs- und Beschaffungskompetenz und kamen mit konkreten Investitionsvorhaben nach Hannover. Verglichen mit einem nationalen Besucher, verfügte der internationale Besucher über ein doppelt so hohes Investitionsvolumen. Nahezu jeder zweite Besucher kam aus dem oberen Management. Gruchow: „Ich schätze, dass insgesamt auf der Cemat Geschäfte mit einem Auftragsvolumen von mehr als 10 Mrd. Euro angebahnt wurden. Das ist ein neuer Spitzenwert.“

Unternehmen knüpften viele qualifizierte Kontakte

Ähnlich sieht es Sascha Schmel, Geschäftsführer des Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik im Verein Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): „Zahlreiche qualifizierte Kontakte und konkrete Projektanfragen sowie Vertragsabschlüsse sprechen für eine erfolgreiche Cemat. Wir als VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik und somit als ideeller Träger der Cemat freuen uns besonders über diese Erfolge unserer Mitglieder, der Branche und natürlich unseres Partners, die Deutsche Messe AG.“

„Die Intralogistik ist die Innovationsbranche. Sie ermöglicht Wachstum für andere Branchen. Kein Automobilbau, kein Handel, kein E-Commerce, kein Maschinenbau ohne Intralogistik. Das Cemat-Motto war sehr klug gewählt“, erklärte Dr. Christoph Beumer, geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Beumer Group GmbH & Co. KG und Vorsitzender des Cemat-Präsidiums. Es drücke aus, dass die Branche über das nötige Knowhow verfügt, alle an den intralogistischen Prozessen beteiligten Faktoren zu vernetzen – und das mit großer Erfahrung.

Wirkliches Wachstum ist nur noch auf internationaler Ebene möglich

Die Cemat sei, so der Unternehmer, ist für deutsche Intralogistikanbieter eine große und wichtige Chance, zu einem frühen Zeitpunkt wertvolle Kontakte in andere Märkte zu knüpfen. „Denn wirkliches Wachstum ist für viele Unternehmen nur noch auf internationaler Ebene möglich. Und hier bieten Märkte wie Russland, Indien, China oder Brasilien ein unglaubliches Potenzial“, so Beumer weiter.

Die neue Struktur kam nach Aussagen des Messeveranstalters bei den Besuchern gut an. In den Bereichen Move & Lift, Store & Load, Pick & Pack, Logistics IT sowie Manage & Service präsentierten sich die Aussteller auf 120.000 m² Ausstellungsfläche. Das Thema Industrie 4.0 zog sich durch alle Bereiche. Dabei ging es um hochflexible dynamische Materialflussströme sowie um die direkte Kommunikation der Systeme untereinander. Im Bereich der industriellen Bildbearbeitung zeigten Unternehmen konkrete Anwendungen aus Verpackung, Produktion und Behältermanagement.

Bedarf an ergonomischen Arbeitsplätzen steigt

Ein Fokus lag auch auf der demografischen Entwicklung und dem damit steigenden Bedarf an ergonomischen Arbeitsplätzen in den Bereichen Lager und Kommissionierung. Messeneuheiten waren unter anderem die Datenbrillen und deren Möglichkeiten für optimierte Lager- und Kommissioniertätigkeiten sowie die Steuerung kompletter Logistiklager über Tablets.

Die nächste Cemat im Jahr 2016 dauert vier Tage (31. Mai bis 3. Juni). Gleichzeitig soll ein innovatives Preissystem mit stärkerer Differenzierung der Beteiligungsmöglichkeiten eingeführt werden. Damit biete die Deutsche Messe AG als erste große deutsche Messegesellschaft ein flexibles Modell an, das die jeweilige Standlokation in den Hallen und auf dem Freigelände berücksichtige, so Gruchow.

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