Fahrerlose Transportsysteme

Neues Unterwasserfahrzeug kurz vor Produktionsstart

| Redakteur: Bernd Maienschein

(Bild: xxxxxx)

Fraunhofer-Forscher haben erstmals ein robustes, leichtes und leistungsfähiges Unterwasserfahrzeug entwickelt, das in Serie hergestellt werden soll. Vier dieser Fahrzeuge passen in einen Standard-Container.

Zur Exploration des Meeresbodens haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Ilmenau und Karlsruhe ein leistungsfähiges autonomes Unterwasserfahrzeug entwickelt, das in großer Stückzahl gebaut werden soll. Solche autonomen Unterwasserfahrzeuge (Autonomous Underwater Vehicle = AUV) gleiten kabellos und selbstständig durch die Tiefe, sammeln Beobachtungsdaten und kehren von allein zum Forschungsschiff zurück. Normalerweise sind das teure Einzelanfertigungen, von denen viele kompliziert gebaut sind, sodass die Handhabung an Bord der Forschungsschiffe relativ mühsam ist: Mitarbeiter müssen Batterien für den Wechsel umständlich ausbauen. Um die vielen Terabytes an Beobachtungsdaten aus dem Bordcomputer des AUV zu lesen, vergeht eine Stunde. Hinzu kommt, dass viele dieser Geräte schwer sind und nur speziell geschultes Personal sie per Schiffskran zu Wasser lassen kann.

Vier Fahrzeuge passen in einen Übersee-Container

Das AUV des IOSB überwindet all diese Einschränkungen. Im „DEDAVE“ (Deep Diving AUV for Exploration) sind Technologien verbaut, die man bei der Konstruktion von AUV bislang nicht berücksichtigt hat. Um den bisher üblichen Kabelsalat zu vermeiden, wurde ein Canbus-System installiert, das sich heute in jedem Auto befindet – eine schlanke Kabelleitung, an die sich sämtliche Steuergeräte und Elektromotoren koppeln lassen.

Eine Stärke des leichten, 3,5 m langen Unterwasserfahrzeugs ist, dass es wenig Platz einnimmt. An Bord eines Schiffes werden AUV in Übersee-Containern gelagert; für gewöhnlich findet darin nur eines Platz. Das IOSB hingegen kann gleich vier unterbringen. Das hat den Vorteil, dass man in viel kürzerer Zeit größere Meeresgebiete erkunden kann als üblich.

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