Fördertechnik

Flexibles Teleskopförderband für den Stückguttransport

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Das Teleskopförderband erleichtert beispielsweise die Be- und Entladung von Wechselbrücken.
Das Teleskopförderband erleichtert beispielsweise die Be- und Entladung von Wechselbrücken. (Bild: Schmalz)

Das Be- und Entladen von Containern, Lkw, Wechselbrücken und sogenannten Unit Load Devices (ULD) stellt besondere Herausforderungen an Handhabungsgeräte. Als Antwort darauf zeigt J. Schmalz nun mit dem Cargoswitch ein flexibles Teleskopförderband für den effizienten, dynamischen Stückguttransport.

Die Gepäckabfertigung an Flughäfen oder das Beladen von Lkw sind oft verbunden mit großer körperlicher Anstrengung. Nach wie vor wird Stückgut mit unterschiedlichem Gewicht häufig manuell verladen – mit negativen Folgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Muskel-Skelett-Erkrankungen und damit lange Ausfallzeiten drohen, inklusive Folgekosten. Gerade bei der Handhabung von Stückgut gilt es deshalb, manuelle Arbeit teilweise zu automatisieren und die Tätigkeit gesundheitsschonend zu gestalten. Container und Lkw sind allerdings oft „bis unters Dach“ beladen. Gängige Handhabungslösungen gelangen hier schnell an ihre Grenzen, so Schmalz. Das Unternehmen stellt mit dem Cargoswitch ein teleskopierbares Fördergerät vor, das Stückgut aufnimmt, ausrichtet und transportiert.

Das Teleskopförderband funktioniert im Zusammenspiel mit einem Bediener: Dieser steuert das System über eine Bedieneinheit und muss das Transportgut nicht mehr mühsam manuell heben. Der Cargoswitch entlädt Stückgut, indem er wie ein Keil zwischen die Güter fährt. Sobald genügend Reibung vorhanden ist, gelangen die Güter auf zwei parallel laufende Förderbänder. Dort können sie beliebig gedreht und zur Ablageposition ausgerichtet werden. In umgekehrter Richtung dient das Band zur Beladung von Containern, Wechselbrücken und ULD. Die Innovation handhabt standstabiles Stückgut bis zu einem Einzelgewicht von 50 kg und einer Breite bis zu 1000 mm. Auf der Förderstrecke bewegen sich bis zu vier Einzelstücke und damit maximal 200 kg gleichzeitig. Der Cargoswitch lässt sich für Bewegungen in die Tiefe von rund 900 mm auf eine Länge von maximal 3500 mm ausfahren. Um den kompletten Arbeitsraum zu erreichen, ist ein vertikales Schwenken um +/- 20° sowie ein horizontales Schwenken um +/- 40° möglich.

Die Fördertechniklösung bietet Anwendern Schmalz zufolge eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie steigert Pickraten, ist flexibel einsetzbar und lässt sich durch eine offene Schnittstelle einfach an bestehende Förderanlagen anbinden. Ausfallzeiten aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch manuelle Be- und Entladung sollen minimiert werden. Innerhalb einer Schicht fließt das Stückgut konstant und die Produktivität steigt, so das Unternehmen. Der Cargoswitch lässt sich je nach Anforderung auf dem Boden oder einer mobilen Plattform montieren, sodass er auch an anderen Laderampen zum Einsatz kommen kann.

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