Anlagenmodernisierung bei Klosterfrau in Berlin

31.08.2017

Im Werk Berlin der Klosterfrau Healthcare Group hat Förster & Krause einen neu gestalteten Produktionsbereich an die zentrale Fördertechnik – die zuvor schon erneuert worden war – angebunden.

In einem zweiten Projekt wurde auch die Palettierung neu strukturiert – mit einem ergonomischen Vakuum-Heber für die bis zu zwei Meter hohen Paletten.

Es gibt vermutlich weltweit nur ein Unternehmen, das seinen nachhaltigen Erfolg auf die pharmazeutischen Kenntnisse und den Geschäftssinn einer Ordensschwester zurückführen kann: die Klosterfrau Healthcare Group. 1826 gründete Maria Clementine Martin ein Unternehmen, das seitdem nicht nur den berühmten Melissengeist nach der von ihr entwickelten Rezeptur produziert, sondern sein Tätigkeitsfeld erheblich erweitert hat.

Produktion von mehr als 200 Arzneimitteln

Heute ist die Klosterfrau Healthcare Group eines der bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen, das von der Zentrale in Köln aus die Herstellung und den Vertrieb von über 220 Produkten für die Selbstmedikation steuert. Den Schwerpunkt bildet die Bekämpfung und Linderung von Erkältungskrankheiten mit Produkten wie Nasic, Neo-Angin und Soledum.

Am Produktionsstandort Berlin-Marienfelde fertigt Klosterfrau neben dem Melissengeist über 200 weitere Arzneimittel für den Humanbereich, Medizinprodukte, diätetische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika. Pro Jahr werden allein 21,5 Millionen Packungen flüssige Arzneimittel jährlich produziert und rund 15,9 Millionen Packungen Lutschbonbons.

Anbindung eines modernisierten Produktionsbereichs

In den vergangenen Jahren hatte Förster & Krause den Materialfluss im Werk Berlin in mehreren Projekten neu gestaltet und unter anderem neue Fördertechnik installiert, die Ware aus sechs Produktions- und Verpackungslinien über eine bis zu 200 Meter lange Distanz zur zentralen Palettierung transportiert.

Nun wurde die Fördertechnik im ältesten Bereich der mehrfach erweiterten Produktionsstätte erneuert. Nach der Installation einer neuen Abfülllinie errichteten Monteure von Förster & Krause die Anbindung dieses Bereichs an die zentralen Förderstrecken. Dabei kommen neben Senkrechtförderern auch Fördermodule mit energiesparender und geräuscharmer 24-Volt-Antriebstechnik zum Einsatz.

Ergonomische Palettierung

Parallel dazu haben die Logistik-Verantwortlichen von Klosterfrau Förster & Krause mit der Neugestaltung der Palettierung beauftragt. Da die Größe der zu palettierenden Kartons sehr heterogen ist, bleibt die Palettierung wie bisher manuell. Auf fünf Förderstrecken können die Kartons für eine Sendung bzw. für eine Palette vorsortiert werden – auf der
sechsten Bahn werden die No-Read-Kartons ausgeschleust.

Erleichtert wird das Palettieren durch ein Ladehilfsmittel, das Förster & Krause an die individuellen Bedingungen angepasst hat: Eine besondere Verbindung von Bedieneinheit und Vakuumheber gewährleistet, dass Kartons mit einer Beladungshöhe von zwei Metern ohne Einsatz von Körperkraft palettiert werden können.