Flurförderzeuge

Hochhub-Assistent schützt Mensch und Ware

| Redakteur: Bernd Maienschein

Beim Hochhubwagen-Assistenzsystem Linde Load Management hat der Bediener die relevanten Traglastinformationen auf dem großen, farbigen Display jederzeit im Blick.
Beim Hochhubwagen-Assistenzsystem Linde Load Management hat der Bediener die relevanten Traglastinformationen auf dem großen, farbigen Display jederzeit im Blick. (Bild: www.lesquare.com)

Mit Linde Safety Pilot brachte Linde Material Handling (Linde-MH) vor zwei Jahren ein intelligentes Fahrerassistenzsystem für Gabelstapler auf den Markt. Jetzt gibt es ein vergleichbares System auch für Hochhubwagen: das Linde Load Management. Es zeigt dem Bediener alle wichtigen Traglastdaten auf einem Display an und greift bei sicherheitskritischen Bedienfehlern korrigierend ein.

Auf über 5 m hebt der Mast der Hochhubwagen-Baureihe L14 bis L20 mit 1,4 bis 2,0 t Tragfähigkeit die einzulagernden Waren. Verschätzt sich der Bediener bei der Berechnung der Resttragfähigkeit seines Gerätes, kann dies schnell zum Sicherheitsrisiko für ihn oder andere Mitarbeiter im Lager werden.

Keine „Gefühlsentscheidungen“ mehr

Insbesondere dann, wenn im Betrieb viele große, schwere und lange Güter mit unterschiedlichen Abmessungen bewegt werden, können die Mitarbeiter kaum auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Dann haben sie über das Traglastdiagramm mühsam zu errechnen, bis zu welcher Höhe sie die Waren anheben dürfen. Tun sie dies nicht, sondern verlassen sich stattdessen auf ihr Gefühl, kann das Gerät im schlimmsten Fall umkippen.

Die gleiche Gefahr besteht, wenn es beim Transportieren oder Rangieren der Last zu Bedienfehlern kommt. Beispielsweise, weil der Bediener mit angehobener Last fährt oder die Deichsel zu stark einschlägt.

Hub schaltet bei Nichtbeachten ab

Wertvolle Hilfestellung leistet dem Bediener das Linde Load Management. Auf dem Display liest er zum einen das tatsächliche Gewicht auf den Lastarmen ab, zum anderen die aktuelle und maximal erlaubte Hubhöhe. Darüber hinaus warnt ihn das Assistenzsystem, wenn er den Hubmast in die Nähe der Traglastgrenzen bewegt. Ignoriert der Bediener die Warnhinweise des Systems, wird die Hubfunktion abgeschaltet.

Die genauen Informationen zu Lastgewicht und Hubhöhe bilden nicht nur die Grundlage für eine fortlaufende Kalkulation der Resttragfähigkeit, sondern dienen auch dazu, die Beschleunigung und Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Lenkwinkel, Lastgewicht und Hubhöhe anzupassen. Damit wird der Bediener davor geschützt, die Deichsel bei erhöhter Geschwindigkeit zu stark einzuschlagen oder mit angehobener Last zu stark zu beschleunigen und damit das Gerät in eine instabile Lage zu bringen.

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