Paletten

Holztrocknung bekämpft Schadorganismen in Packmitteln

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Paletten aus getrocknetem Holz müssen unter Dach bei guter Durchlüftung gelagert werden.
Die Paletten aus getrocknetem Holz müssen unter Dach bei guter Durchlüftung gelagert werden. (Bild: HPE)

Verpackungen und Ladungsträger aus getrocknetem Holz sind hoch stabil. Ferner wird keine Feuchtigkeit auf die transportierten Waren übertragen. Außerdem tötet die Holztrocknung Schadorganismen wie Schimmel ab. Dieser Beitrag beschreibt, wie die Holztrocknung funktioniert.

„Die getrocknete Verpackung ist die bessere Verpackung“. Das steht für Siegfried von Lauvenberg, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) in Bonn fest. Deshalb empfiehlt der Verbandsmann, nach getrockneten Nutzern von Paletten und Kisten zu fragen – insbesondere dann, wenn sensible Produkte zu transportieren sind.

Holz wird über Stunden oder Tage in speziellen Kammern getrocknet

Bei der technischen Trocknung – englisch „Kiln Drying“ – wird das Holz zumeist über mehrere Stunden oder Tage in speziellen Kammern getrocknet. „Wird das Holz auf eine Restfeuchte von 20 % oder weniger gebracht, ist ein effektiver Schutz vor Pilzbefall gewährleistet“, so von Lauvenberg. Der große Vorteil der technischen Trocknung liege darin, dass sie in der Regel auch die Anforderungen einer Hitzebehandlung (Heat Treatment-Behandlung) gemäß dem internationalen Standard für phytosanitäre Maßnahmen (ISPM) Nr. 15 erfülle.

„Das bedeutet, dass das so behandelte Holz auch frei von Schädlingen ist. Man schlägt also im wahrsten Sinne mit etwas mehr Aufwand zwei Fliegen mit einer Klappe“, so der HPE-Geschäftsführer. Für die Bekämpfung von Schädlingen würde zwar theoretisch auch die reine Hitzebehandlung ohne weitere Trocknung ausreichen, aber danach sei die Holzfeuchte noch annähernd so hoch, wie vor der Behandlung.

„Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass frisches, lediglich hitzebehandeltes Holz wesentlich schneller und stärker von Schimmel und Bläuepilzen besiedelt wird als nicht hitzebehandeltes Holz. Dagegen hilft nur die technische Trocknung“, weiß von Lauvenberg.

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