Forschung

Fäden spinnen für die Intralogistik

07.03.12 | Redakteur: Robert Weber

Dr. Markus Michael (2.v.r.) ist Inhaber der neuen Stiftungsprofessur technische Textilien/textile Maschinenelemente. Mit den Professurmitarbeitern – im Bild Nadine Reimann und Markus Helbig – wird er das im Projekt Innozug aufgebaute, europaweit einzigartige Prüffeld in Forschung und Lehre nutzen und weiter aufstocken. (Bild: TU Chemnitz/Christian Schenk)
Dr. Markus Michael (2.v.r.) ist Inhaber der neuen Stiftungsprofessur technische Textilien/textile Maschinenelemente. Mit den Professurmitarbeitern – im Bild Nadine Reimann und Markus Helbig – wird er das im Projekt Innozug aufgebaute, europaweit einzigartige Prüffeld in Forschung und Lehre nutzen und weiter aufstocken. (Bild: TU Chemnitz/Christian Schenk)

Mittelständische Unternehmen finanzieren eine Professur für technische Textilien und textile Maschinenelemente an der TU Chemnitz. Von dem Geld soll auch die Intralogistikwelt profitieren. Stahlseile könnten bald der Vergangenheit angehören.

Insgesamt stehen rund 3 Mio. Euro Drittmittel für fünf Jahre zur Verfügung – 400.000 Euro finanzieren die Stifter (KD Maschinenbau GmbH, die Beyer Maschinenbau GmbH, die Delta Antriebstechnik GmbH, die ITT GmbH und die Altratec Montagesysteme GmbH), 2,6 Mio. Euro kommen vom Berliner Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Synthetische Seile fürs Logistikzentrum

Die Stiftungsprofessur baut auf den Ergebnissen des Innozug-Projektes auf. „Wir haben in den fünf Jahren der Projektlaufzeit eine ganze Reihe an Anwendungsfeldern für synthetische Seile generiert“, erklärt Dr. Markus Michael, der Leiter des Projektes Innozug und ergänzt: „Sie können beispielsweise in der Intralogistik für kleine Anlagen der Fördertechnik in Räumen eingesetzt werden. Außerdem konnten wir Fuß fassen in der Automobilproduktion und bei Betreibern von Biomassekraftwerken.“

In diesen Kraftwerken spielt nicht nur das geringere Gewicht der Synthetikseile eine Rolle. Dort entstehen auch aggressive Dämpfe, denen die synthetischen Seile besser gewachsen sind als die stählernen.

Fertigungs- und Prüftechnik weiter ausbauen

Außerdem sei es ihm gelungen, ein europaweit einzigartiges Prüffeld aufzubauen, so Michael und ergänzt: „Wir können den kompletten Lebenszyklus eines Seiles – von der Produktion über die Prüfung und Vermessung bis zur Auswertung der Daten – abbilden.“ Diese umfangreiche Fertigungs- und Prüftechnik wird durch die Stiftungsprofessur noch weiter ausgebaut.

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