Wartung/Instandhaltung

Thermografie schützt die Intralogistik

19.07.12 | Redakteur: Bernd Maienschein

Anhand von Wärmebildern will Dematic künftig drohende Anlagenausfälle in der Intralogistik erkennen und vermeiden helfen.
Anhand von Wärmebildern will Dematic künftig drohende Anlagenausfälle in der Intralogistik erkennen und vermeiden helfen. (Bild: Dematic)

Dematic setzt eigenen Angaben zufolge als erster Intralogistikanbieter die thermografische Inspektion als Präventivmaßnahme ein. Spezialequipment und Analyse-Know-how machen verdeckte Gefahrenpotenziale sichtbar und schützen vor Anlagenausfall und Bränden.

Mit seinem Angebot einer umfassenden thermografischen Inspektion für alle elektrischen und mechanischen Komponenten im Lager erweitert Dematic ab sofort das Spektrum seines After-Sales-Services. Unter Einsatz spezieller Wärmebildkameras prüfen die speziell geschulten Ingenieure des Intralogistik-Spezialisten unter anderem Kabelverbindungen, elektrische Schaltschränke und Antriebe sowie Getriebe, Rollen- und Radlager mechanischer Anlagen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand.

Gemessen wird ohne Betriebsunterbrechung

„Bereits ein erhöhter Übergangswiderstand bei unsachgemäßem Kabelverlauf kann zu Kurzschlüssen, Anlagenausfall und Bränden führen“, erklärt Hans-Jürgen Schwarz, Leiter Field Operations bei Dematic. „Die thermografische Inspektion ist daher eine wichtige Präventivmaßnahme, um Gefahrenquellen auszuräumen und Produktionsstillstand zu vermeiden.

Die thermografische Inspektion ist ein bewährtes Verfahren, das beispielsweise in der Hochspannungstechnik regelmäßig eingesetzt wird. Mit Übertragung der Technik auf die Anforderungen intralogistischer Anlagen bietet Dematic den Kunden nun eine Vielzahl nachhaltiger Vorteile. Die Messungen erfolgen vor Ort ohne Betriebsunterbrechung.

Versicherungsprämien könnten dank Thermografie fallen

Untersucht werden alle potenziellen Schadens- und Schwachstellen. Ähnlich wie Röntgenbilder machen die aufgezeichneten Wärmebilder dabei insbesondere versteckte Beeinträchtigungen sichtbar, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Die nachfolgende Auswertung analysiert die Aufnahmen beispielsweise hinsichtlich einer Identifikation von Korrosions-, Alterungs- und Verschleißerscheinungen, hochohmiger Verbindungen und defekter Motorwicklungen. Aber auch Überlastungen von Bauteilen, falsche Gurt- und Riemenspannungen oder fehlerhafte Einstellungen von Motorbremsen lassen sich mit der thermografischen Inspektion aufdecken.

Ergebnis: Frühzeitig können erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen eingeleitet und zeitoptimal geplant werden. Ausfallzeiten und größere Anlagenschäden werden vermieden. Und: „Gegenwärtig sind wir in Gesprächen mit der Versicherungsbranche“, so Schwarz. „Wir gehen davon aus, dass sich durch das verringerte Schadensrisiko, das die thermografische Inspektion bietet, auch die Versicherungsprämien für unsere Kunden reduzieren lassen.“

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