Freisicht-Elektro-Gegengewichtstapler

Fraport testet „Roadster“ von Linde

27.07.12 | Redakteur: Bernd Maienschein

Die neuartige Konstruktion des Prototyps Linde E25 L Roadster mit einem Fahrerschutzdach aus Verbundsicherheitsglas eröffnet dem Fahrer ein deutlich erweitertes Sichtfeld nach vorne und oben.
Die neuartige Konstruktion des Prototyps Linde E25 L Roadster mit einem Fahrerschutzdach aus Verbundsicherheitsglas eröffnet dem Fahrer ein deutlich erweitertes Sichtfeld nach vorne und oben. (Bild: Linde-MH)

Die Fraport Cargo Service GmbH am Frankfurter Flughafen hat den weltweit einzigen Prototyp Linde E25 L Roadster im Testbetrieb. Die Maschine wird dort für das Zusammensetzen sogenannter Luftfrachtpaletten eingesetzt.

Wie es heißt, ergibt sich für die 100%ige Fraport-Tochter durch das Gerät eine größere Flexibilität, denn in vielen Fällen müssen den Staplerfahrern bei der Beladung der Luftfrachtpaletten aus Sicherheitsgründen ein Einweiser zur Seite gestellt werden. Mit dem Linde-Roadster, einem innovativen Freisicht-Elektro-Gegengewichtstapler, lasse sich auf diese Hilfe verzichten, wie Linde angibt. Möglich wurde die Roadster-Version aufgrund der oben am Hubmast montierten Neigezylinder – einem Alleinstellungsmerkmal, über das alle Linde-Gegengewichtstapler im Traglastbereich bis 8 t verfügen.

Fahrerschutzdach übernimmt A- und B-Säulen-Funktion

Die Neigezylinder leiten die auf das Hubgerüst einwirkenden Kräfte in solide Gussstützen am Heck des Staplers. Das Fahrerschutzdach des Linde-Roadster besteht aus zwei Scheiben aus speziellem Verbundsicherheitsglas, wobei sich der Glasdachrahmen beim Vor- und Zurückneigen des Masts mitbewegt. Das neuartige Fahrerschutzdach übernimmt die Funktion der A- und B-Säule sowie der Dachholme und des Dachblechs. Dem Fahrer eröffnet sich ein freier Blick nach oben, der nicht durch ein Dachblech eingeschränkt wird. Zusätzlich bietet das an den Hubmast angebundene Glasdach einen sicheren Schutz gegen durchfallende Lasten zwischen Mast und Fahrerarbeitsplatz.

Durch den Wegfall der A-Säule eröffnet sich für den Fahrer des Freisicht-Elektro-Gegengewichtstaplers ferner ein deutlich erweitertes Sichtfeld nach vorne. Auch die Trittstufe ist, ebenso wie beim Serienstapler, sehr gut einsehbar. Als Aufstiegshilfe dient dem Fahrer ein geschwungenes Stahlrohr, welches mit dem Stirnblech verbunden ist. Bei dem Design der Aufstiegshilfe ließen sich die Entwickler von Geländerhandläufen inspirieren.

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