Logistikzentrum

Hochregal für Meditonsin und Co.

03.09.12 | Redakteur: Robert Weber

Viastore realisiert für das Pharmaunternehmen Medice ein vollautomatisches Hochregallager.
Viastore realisiert für das Pharmaunternehmen Medice ein vollautomatisches Hochregallager. (Bild: Viastore)

Das Pharmaunternehmen Medice wächst und investierte deshalb in die Intralogistik. Viastore Systems realisierte ein automatisches Hochregallager inklusive der eigenen WMS-Standardlösung Viadat. Für das Projekt mussten sich die Intralogistikspezialisten aus Stuttgart auditieren lassen.

Rund 350 Artikel hat Medice inzwischen für den nationalen und internationalen Markt im Programm. Diese müssen alle zuverlässig, pünktlich und schnell beim Kunden sein. „In der Pharmaindustrie gibt es Rabattverträge mit den Krankenkassen“, erklärt Reiner Busch, Logistikleiter bei Medice. „Eine Forderung in diesen Verträgen ist es neben anderen, dass es zu keinem Lieferengpass kommen darf. Ansonsten wird der Pharmahersteller von der Kasse in Regress genommen.“ Entsprechend groß muss der Lagerbestand an Rohstoffen und fertigen Produkten sein. Zusätzliche Anforderungen an die Logistik stellt das interne Ziel des Unternehmens, nach dem alle bis 12:00 Uhr eingegangenen Aufträge noch am gleichen Tag in die Auslieferung gehen sollen. Mit dem rasanten Wachstum von Medice wurde es jedoch schwerer, diese Ziele zu erreichen. Ein neues Hochregallager musste her.

Prozesssicherheit sprach für ein automatisches Lager

Ein zweites, neues Lager sollte gebaut werden, das die vorhandene Lagerkapazität verdoppeln sollte. Ein internes Projektteam entwickelte Pläne für ein dreigassiges, doppelt tiefes und automatisches Paletten-Hochregallager (HRL) mit 4772 Stellplätzen. „Hohe Flexibilität, Schnelligkeit und vor allem Prozesssicherheit sprachen für ein automatisches Lager“, sagt Reiner Busch.

Das neue Lager sollte Platz für alle Fertigprodukte bieten. In einer eigenen Regalzeile werden zudem die Rohstoffe und Primärpackmittel auf Aluminiumpaletten gelagert, die die hohen Hygieneanforderungen der pharmazeutischen Produktion erfüllen. Das neue Lager ist direkt am bestehenden Hochregallager gebaut, musste also in die vorhandene Werksstruktur integriert werden. Deshalb wurde die Anbindung des bestehenden Hochregallagers und des neuen Automatiklagers an die Produktion und das ebenfalls neu gebaute Versandzentrum auf verschiedenen Ebenen geplant. Ein Querverfahrwagen im Obergeschoss dient als zentrales Verbindungselement von Wareneingang, Lagerung und Produktion. Die Anbindung an das Versandgebäude dagegen erfolgt unterirdisch über einen 120 m langen Tunnel, ebenfalls mit Querverfahrwagen.

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