Luftfracht

Weiterhin Sicherheitslücken bei der Kontrolle

07.05.12 | Redakteur: Robert Weber

Keine Probleme am Leipziger Airport: In Sachsen betreibt auch der KEP-Dienst DHL ein großes Hub.
Keine Probleme am Leipziger Airport: In Sachsen betreibt auch der KEP-Dienst DHL ein großes Hub. (Bild: DHL)

Vor zwei Jahren schockten die gescheiterten Anschlagspläne mit Luftfrachtpaketen aus dem Jemen die Logistikwelt. Die Politik kündigte damals neue Sicherheitsmaßnahmen an. Passiert ist anscheinend bis dato nichts.

Die „Bild am Sonntag“ zitierte aus einem Papier des Bundesinnenministeriums, demzufolge stichprobenartige Kontrollen zur Luftfahrtsicherheit nur an drei von vierzehn als gefährdet geltenden Flughäfen erfolgen. Kontrollen fänden nur in Köln/Bonn, Leipzig und Frankfurt am Main statt, heißt es weiter. An anderen deutschen Airports würden keine Stichproben existieren.

Mangel an Sprengstoffspürhunden

Sichtkontrollen und Kontrollen per Hand seien schon aus Zeitmangel nicht möglich, zitiert das Blatt weiter. Darüber hinaus helfen die Röntgengeräte nicht beim Aufspüren von Sprengstoff. Ab 2014 sollen Detektoren zum Einsatz kommen.

Doch es mangelt wohl nicht nur an der Technik. Der Zoll verfüge an vierzehn gefährdeten Flughäfen in Deutschland nur über zwölf Sprengstoffspürhunde, schreibt das Blatt.

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