Grüne Schiene

Erste Hybrid-Rangierlok-Flotte Europas

19.06.12 | Redakteur: Bernd Maienschein

Die Hybridtechnik von Alstom ist in allen Rangierdienstbereichen einsetzbar. Maximal leistet die Lok 600 kW.
Die Hybridtechnik von Alstom ist in allen Rangierdienstbereichen einsetzbar. Maximal leistet die Lok 600 kW. (Bild: DB)

Die Mitteldeutsche Eisenbahngesellschaft (MEG), ein Unternehmen der DB Schenker Rail, hat bei ihrem Kunden Dow im Valuepark am Standort Schkopau vier neue Hybrid-Rangierlokomotiven von Alstom in Betrieb genommen. Mit dieser Anschaffung ist die MEG das erste Unternehmen in Europa, das über eine Flotte von Hybrid-Fahrzeugen im Schienengüterverkehr verfügt.

Die vier Fahrzeuge sind im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von Alstom an die MEG übergeben worden. Alle neuen Fahrzeuge verfügen über die Alstom-Technologie Train Tracer zur Datenfernübertragung und lassen sich technisch zentral überwachen. Zudem verfügen die Fahrzeuge über die neueste Generation der Fahrzeug- und Antriebssteuerung. Ein weiteres Fahrzeug ist bestellt und wird Ende 2012 geliefert. Bis 2018 läuft der Mietvertrag für die jetzige Flotte und mündet dann in eine Kaufoption.

DB Schenker Rail will führender „grüner“ Transporteur werden

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, führender grüner Transport- und Logistikdienstleister zu werden. Mit dem Einsatz dieser nachhaltigen Rangiertechnologie leistet DB Schenker einen Beitrag zum DB-Klimaschutzziel 2020. Die neuen umweltfreundlichen Fahrzeuge sind erheblich geräuscharmer, sparen bis zu 40 % Kraftstoff ein und reduzieren die CO2-Emissionen um 60 %. Wir sehen uns als Vorreiter und Wegbereiter für die Einführung dieser Technik im Rangiergeschäft“, sagte Alexander Hedderich, Vorsitzender von DB Schenker Rail, in Schkopau.

„Schienen verbinden und auf Schienen werden Weichen gestellt, um Richtungen zu bestimmen. Nicht nur in Deutschland gehören nachhaltige Technologien im Transport, ob auf der Schiene oder auf der Straße, zu den großen Herausforderungen der Zukunft. Zur Lösung dieser Herausforderungen hat Dow eine Vielfalt von innovativen Produkten beizutragen“, betont Hartmut Heilbronner, Direktor für Logistik bei Dow. „Insofern verbinden uns heute nicht nur geschäftliche Beziehungen, sondern auch gemeinsames verantwortliches Handeln für eine umweltschonende und natürliche Ressourcen sparende Transporttechnologie“, so Heilbronner.

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