Onlinehandel

Cloudbasiertes Versandtool soll internationalen Handel vereinfachen

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Die Gründer von Sendcloud (vl.n.r.): Bas Smeulders, Rob van den Heuvel und Sabi Tolou.
Die Gründer von Sendcloud (vl.n.r.): Bas Smeulders, Rob van den Heuvel und Sabi Tolou. (Bild: Sendcloud)

Kaum eine Branche ist so hart umkämpft wie der Onlinehandel. Für kleine und mittelgroße Webshopbetreiber wird es immer schwieriger mit den Big Playern mitzuhalten. Das möchte das Start-up Sendcloud mit einem cloudbasierten Versandtool ändern. Die gerade abgeschlossene Finanzierungsrunde brachte dafür 2 Mio. Euro.

Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Verband der Internetwirtschaft (Eco) wird der Ecommerce-Markt auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Experten erwarten einen jährlichen Zuwachs von 12 % bis 2019. Konkret bedeutet das eine Umsatzsteigerung von 33,1 auf 57,9 Mrd Euro (2015-19). Bestimmte Branchen wie Fashion und Elektronik werden besonders stark wachsen. Das birgt Sendcloud zufolge enormes Potenzial aber auch zunehmenden Konkurrenzkampf durch große Marktteilnehmer, die naturgemäß versuchen den Markt unter sich aufzuteilen.

Die europäische Logistikbranche ist dem Start-up zufolge zudem sehr segmentiert. Sogar international agierende Paketdienste haben demnach Schwierigkeiten, einen reibungslosen und vor allem leistbaren Versand über nationale Grenzen hinaus zu gewährleisten. Dazu kommt die komplizierte Abwicklung von Retouren. Daher ist es vor allem für kleine Onlinehändler und Start-ups fast ein Ding der Unmöglichkeit, internationale Kunden zu bedienen. Hinzu kommen die zeitaufwendige Versandabwicklung und vergleichsweise hohe Portokosten. Diese Vielzahl an Herausforderungen nahmen drei Jungunternehmer zum Anlass, ein cloudbasiertes Versandtool zu schaffen. Mithilfe von Plugins können User ihre Webshops und Marktplätze einbinden und Bestellungen mit verschiedenen Versanddienstleistern verschicken. „Mit unserem All-in-One-Tool möchten wir Onlinestores, unabhängig von der Größe, helfen Zeit und Kosten beim Versand zu sparen und das europaweit“, so Rob van den Heuvel, CEO von Sendcloud.

Soeben hat das Ecommerce-Start-up mit Wurzeln in den Niederlanden die nächste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit dem zusätzlichen Kapital in Höhe von 2 Mio Euro – bereitgestellt durch die niederländischen Investmentfirmen TIIN Capital und Brabantse Ontwikkelings Maatschappij (BOM) – soll der erste Stein für ein europaweites Versandnetzwerk gelegt werden. Zudem soll der deutsche Standort in München ausgebaut werden. Weitere EU-Länder sollen in 2016 folgen.

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