Intelligente Just-in-Sequence-Belieferung und zunehmende Digitalisierung in der Automobilindustrie

23.11.2015

Beim dritten KIT – Klinkhammer Intralogistik Tag standen die neuesten Trends und Technologien in der Intralogistik in der Automobilindustrie im Mittelpunkt.

Auch der dritte KIT – Klinkhammer Intralogistik Tag war ein Erfolg. Über 40 Teilnehmer konnten sich bei IMPERIAL Logistics International am Standort Wolfsburg über die neuesten Trends und Technologien in der Intralogistik informieren und das automatische Kleinteilelager von IMPERIAL Logistics International aus nächster Nähe betrachten. Ein Höhepunkt: die Vorstellung des neuen Warehouse-Management-Systems KlinkWARE®.

Zum dritten Mal in Folge veranstaltete die Klinkhammer Group ihren KIT – Klinkhammer Intralogistik Tag. Am 12. November 2015 trafen sich über 40 Anwender und Experten zum intensiven Gedankenaustausch und zur Live-Besichtigung eines Just-in-Sequence-Lagers. „Mit dem KIT bieten wir jedes Jahr Anwendern die Möglichkeit, sich über die neuesten Trends und Lösungen in der Intralogistik zu informieren“, erläutert Frank Klinkhammer, Geschäftsführer der Klinkhammer Group. „In diesem Jahr stand die Automobilindustrie im Mittelpunkt. Bei IMPERIAL Logistics International in Wolfsburg hatten wir einen perfekten Rahmen, um eine JIS-Belieferung in der Automobilindustrie nicht nur in der Theorie, sondern auch live zu erleben.“ Auch die Besucher waren überzeugt. „Ich kann interessante Anregungen und Ideen mitnehmen“, so Dr. Jörg Heimsoth von Miele. „Besonders die Notfallkonzepte, das Brandschutzkonzept und die Forderung nach absoluter Verfügbarkeit waren bei der Anlage live zu erleben. Ralf-Dirk Gensch von Simba Toys betont: „Die Kommunikation und der Austausch mit Gleichgesinnten ist immer spannend. Der Klinkhammer Intralogistik Tag ist eine ideale Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen und Praxis und Theorie zusammenzuführen.“

Hohe Anforderungen hinsichtlich Ausfallsicherheit in der Automobilindustrie

Nach Begrüßung und Check-in standen zwei Fachvorträge für die Teilnehmer auf dem Programm. Christian Seidl, Director Business Unit Automotive bei IMPERIAL Logistics International, erläuterte Voraussetzungen und Motive für einen Lagerneubau. „Wir als Dienstleister für die Automobilindustrie sind einen außergewöhnlichen Weg gegangen. Schließlich ist solch ein Logistikkonzept mit einer hohen Investition verbunden. Die Anforderungen hinsichtlich Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit für die JIS-Belieferung mit Kabelbäumen sind extrem hoch.“ Schlagworte sind dabei Hochverfügbarkeit und Automatisierung. Mit der Logistiklösung von Klinkhammer wurde all das erreicht. Auch die besonderen Herausforderungen bezüglich der zeitlichen Umsetzung innerhalb von nur 10 Monaten bis zur Inbetriebnahme nach Spatenstich sprach Christian Seidl an.

Im zweiten Vortrag ging Frank Klinkhammer auf das Projekt im Detail ein, erläuterte unterschiedliche Szenarien und Strategien. Ein Kernpunkt neben der hohen Automatisierung ist der bewusste Verzicht auf Roboter. Damit ist die Sequenzbildung pro Montagelinie möglich und es kann im Störfall händisch auf alle Behälter zugegriffen werden.

Eine JIS-Logistikanlage live erleben

Die ersten Vorträge waren eine perfekte Vorbereitung auf den Nachmittag. Denn hier stand die Führung durch das Automatische Kleinteilelager auf dem Programm. Ein Erlebnis für die Teilnehmer des KIT – Klinkhammer Intralogistik Tages. Aus nächster Nähe konnten die Konzepte und Strategien im laufenden Betrieb der Anlage betrachtet werden. Auch standen die Logistikverantwortlichen von IMPERIAL Logistics International und Klinkhammer Rede und Antwort.

Die neuen Trends in der Intralogistik

Nach dem Rundgang bot Professor Dr. Alexander Pflaum vom Lehrstuhl Supply Chain Management der Universität Bamberg und Head of Center for Intelligent Objects ZIO beim Fraunhofer Institut einen interessanten Einblick in die Intralogistik der Zukunft. Sein Thema „Von smarten Produkten und smarten Services“. Smarte Produkte und Cyber-physische Systeme verändern Werteversprechen, Kanäle zum Kunden, die erforderlichen Ressourcen, Kooperation und Schlüsselpartnerschaften, Ertrags- und Kostenstrukturen sowie den Wettbewerb. „Neue Anforderungen an Flexibilität erfordern ein ganzheitliches Denken, das sich sowohl auf die Hardware als auch auf die Software konzentrieren wird“, so Prof. Dr. Pflaum.

Neue Trends bei der Lagerverwaltungssoftware

Den Abschluss des KIT bildete die Vorstellung des neuen Warehouse-Management-Systems KlinkWARE® der Klinkhammer Group. Vorab bot Dr. Ing. Dirk Liekenbrock von der Klinkhammer Group noch einen kleinen Einblick in die Anforderungen an moderne Softwaresysteme in der Logistik. Steigende Ansprüche an den Servicegrad, zusätzliche Dienstleistungen wie Veredelung und  Personalisierung von Waren, mehr relevante Produktinformationen, kurzfristiger Wandel des Sortiments oder höhere Retourenquote sind hier Stichworte. Mit KlinkWARE® hat die Tochtergesellschaft der Klinkhammer Group, AK Warehouse Solutions, die bestehende Software DC21 WMS weiterentwickelt und völlig neu aufgestellt. Sie ist die zurzeit bedienerfreundlichste Lagerverwaltungssoftware auf dem Markt, kann für Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung eingesetzt werden, gilt als Vorreiter im Bereich schlanke Touchscreen-Bedienung und bietet mit einem bis zu fünf Mal schnelleren Telegrammhandling (Informationsbereitschaft der Anlagen) eine der leistungsfähigsten Schnittstellen in der Automation.

VIP-Werkstour

Nach den thematisch vielseitigen Vorträgen wurde ein ebenso informativer Abend mit einer „VIP-Werkstour“ durch die VW-Fertigung eingeläutet. Hier konnten die Teilnehmer einen Blick hinter die Kulissen werfen und sehen, wie der Volkswagen „Golf“ oder „Tiguan“ entsteht.

Über die Klinkhammer Group

Als unabhängiger Intralogistik-Spezialist hat die Klinkhammer Group Lösungen für alle Branchen und Unternehmensgrößen realisiert. Sie zählt seit über 40 Jahren zu den führenden Anbietern in Deutschland. Das Leistungsspektrum reicht von der Lageroptimierung über Erweiterungen bis hin zum kompletten Neubau von Zentrallagern. Klinkhammer versteht sich als Life-time-Partner von der Analyse und Planung über die Softwareentwicklung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe – inklusive Rundum-Versorgung durch das Service24-Konzept. Softwarelösungen wie das Warehouse-Managementsystem KlinkWARE® und das Visualisierungsprogramm ConVIS ermöglichen den Kunden von Klinkhammer ein effizientes und einfaches Arbeiten. Mit ihrer 360°-Philosophie bietet die Klinkhammer Group ihren Kunden optimal auf die jeweilige Anforderung zugeschnittene Lösungen, die investitions- und zukunftssicher sind. Als Teil der Klinkhammer Group fokussiert sich die AK Warehouse Solutions GmbH auf die Entwicklung und Optimierung von KlinkWARE®. Das Warehouse-Managementsystem setzt Maßstäbe in punkto Schnelligkeit und intuitiver Bedienung und ist Vorreiter für die schlanke Touchscreen-Bedienung.

Weitere Informationen unter www.klinkhammer.com

Foto: Frank Klinkhammer, Geschäftsführer der Klinkhammer Group, erläuterte unterschiedliche Szenarien und Strategien bei der Just-in-Sequence-Belieferung in der Automobilindustrie (© bgw-photos)