Intralogistik im Zeichen der digitalen Transformation

18.11.2016

Entscheider, Logistikverantwortliche, Betriebsleiter und IT-Spezialisten der unterschiedlichsten Branchen trafen sich am 9. 11.2016 auf dem 4. Klinkhammer Intralogistik Tag. Zwei Logistikanlagen, Fachvorträge, Gespräche rund um die Produktionslogistik 4.0 standen Mittelpunkt.

Nürnberg / Wiesentheid – Entscheider, Logistikverantwortliche, Betriebsleiter und IT-Spezialisten der unterschiedlichsten Branchen trafen sich am 9. November auf dem 4. KIT, dem Klinkhammer Intralogistik Tag. Eine exklusive Veranstaltung mit Vorträgen und Führungen, die für die Teilnehmer einen hohen Praxisbezug hatte. Zwei Logistikanlagen, Fachvorträge und Gespräche rund um das Thema Produktionslogistik 4.0 standen im Mittelpunkt.

Was wird sich im Lager der Zukunft ändern? Wie kann die Produktion optimal an das Lager angebunden werden? Diese Fragen standen gleichsam als Motto über dem 4. Klinkhammer Intralogistik Tag und waren Gegenstand vieler Gespräche. Mit fast 70 Teilnehmern war der KIT komplett ausgebucht. Logistikexperten der unterschiedlichsten Branchen kamen zur Maschinenfabrik Göpfert in Wiesentheid bei Würzburg und zur BIG Spielwarenfabrik in Burghaslach bei Schlüsselfeld, um sich über das Thema „Produktionslogistik 4.0“ auszutauschen und die zwei Logistikanlagen live zu sehen.

Bei der Maschinenfabrik Göpfert, einem weltweit führenden Hersteller von Maschinen für die Verarbeitung von Wellpappe, haben die Intralogistik-Spezialisten von Klinkhammer ein neues Logistikkonzept umgesetzt. Die digitale Vernetzung der Montagelinien und der Ersatzteileversorgung mit dem Lager sind hier bereits ebenso Standard, wie ein automatisiertes Lager und eine beleglose Kommissionierung. Dabei sorgt ein automatisches, sehr kompaktes Behälter- und Palettenlager mit gemeinsamer Vorzone und Kommissionier-Arbeitsplätzen für optimale Abläufe. Gleichzeitig wurde der Wareneingang mit Wareneingangsprüfung für Fremdfertiger sowie der Warenausgang für Neu- und Ersatzteile in den Materialfluss eingebunden und digital vernetzt.

Frank Klinkhammer, Geschäftsführer der Klinkhammer Group, geht noch weiter: „Produktionslogistik 4.0 ist die Voraussetzung für Industrie 4.0. Schon heute arbeiten wir an vollständig vernetzten, mit der Produktion verketteten, automatisierten, sich selbst optimierenden Lagern. In Zukunft werden Einflüsse aus der sich immer stärker entwickelnden „künstlichen Intelligenz“ die Prozesse weiter verkürzen.“

Vorträge zu den Praxisbeispielen

Neben den Vorträgen zu den jeweiligen Lösungen und Trends standen beim KIT erneut Führungen im Mittelpunkt. Kai Müller, Technischer Koordinator Weiterverarbeitung bei Prinovis, Teil der Bertelsmann Printing Group, bestätigt: „Der Klinkhammer Intralogistik Tag ist eine praxisorientierte Veranstaltung mit spannenden Vorträgen. Immer stärker wird die Logistik in die Produktion eingebunden und dadurch Materialflüsse optimiert. Auch wir bei Prinovis planen uns im Bereich der Produktionslogistik noch stärker aufzustellen.“ Am Vormittag konnten die Teilnehmer einen Blick hinter die Kulissen von Göpfert werfen und die digitale Vernetzung live erleben. Durch das intelligente Materialflusskonzept, die vernetzte Software und die neue Automatisierungslösung ist Göpfert heute seinen Wettbewerbern auch hinsichtlich der Intralogistik einen Schritt voraus. Die Klinkhammer Lagerverwaltungssoftware integriert 8 Montagelinienlager, 15 Vormontageplätze und alle Lagerbereiche – vom Behälter- über das Kragarm- und Blocklager bis hin zum Lift- und Palettenlager. Zudem sind der Wareneingang mit Wareneingangsprüfung für Fremdzulieferer sowie der Warenausgang für Neu- und Ersatzteile nahtlos eingebunden und miteinander vernetzt.

Am Nachmittag stand dann mit dem Logistikzentrum der BIG-Spielwarenfabrik ein weiteres Highlight auf dem Programm. Die automatisierte Logistikanlage sorgt für einen optimalen Warenfluss in den unterschiedlichen Produktions- und Montagebereichen – von Blaserei und Spritzerei, der Versorgung der Montagestraßen mit Komponenten aus dem Halbfertigteilelager über die Einlagerung der Fertigwaren im Hochregallager bis hin zur der Auslagerung und Kommissionierung von Kundenaufträgen. Zudem wurde ein Lagerverwaltungssystem mit der Online-Bestandsführung innerhalb der Lagerbereiche für Halb- und Fertigwaren realisiert.

Daten und Fakten zu den Anlagen:

Göpfert Maschinenfabrik

  •  HRL: Automatisches Paletten-Hochregallager mit 1.708 Stellplätzen;
  •  AKL: Automatisches Kleinteilelager mit 8.316 Behälter-Stellplätzen
  •  12 Kommissionier-, Wareneingangs- und Qualitätssicherungsarbeitsplätze
  •  Eine Paletten- und 3 Behälterbereitstellungsbahnen
  •  Das Klinkhammer Lagerverwaltungssystem integriert neben den automatischen Lagern mehrere Liftlager, ein manuelles HRL, drei Blocklager, ein Fachbodenlager, ein Kragarmlager, ein Kabellager und ein Crossdocking-Blocklager; 8 Montagelinienlager und 15 Vormontageplätze sind per Staplerleitsystem an die Lagerverwaltungssoftware angebunden

BIG-Spielwarenfabrik

  •  Silolager – 5.676 Palettenstellplätze (8-fach-tief); 82 Kommissionierbahnen;
  •  B/C-Lager – 5.135 Palettenstellplätze; Halbfertiglager – 4.340 Palettenstellplätze
  •  Vollautomatisches Regalbediengerät mit Doppelmuli, Schubmaststapler, Palettierroboter, automatische Palettenstretcher
  •  Fördergut – Europalette, Industriepalette, Gitterkörbe max. je 500 kg, Kartons max. 30 kg
  •  Klinkhammer Warehouse-Management-System
  •  Kommissionierung: 3.000 Positionen/Tag

Hintergrund Klinkhammer Group:

Ob Neubau eines Zentrallagers, Erweiterung oder Retrofit einer bestehenden Anlage, die Klinkhammer Group ist Spezialist für optimierte Logistikprozesse - vom innovativen Logistikkonzept über die Installation der Lagertechnik bis hin zur zukunftsweisenden Software bietet Klinkhammer alles aus einer Hand. Als unabhängiger Intralogistik-Experte mit internationaler Ausrichtung hat die Klinkhammer Group Automatisierungslösungen für eine Vielzahl an Branchen und Unternehmensgrößen realisiert. Sie zählt seit über 40 Jahren zu den führenden Anbietern in Europa.

Die Klinkhammer Group versteht sich dabei mit ihrer 360°-Philosophie als Life-time-Partner von der Analyse und Planung über die Softwareentwicklung bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe - inklusive Rundum-Versorgung durch das Service24-Konzept. Die Kunden können sich dabei immer auf den neutralen Gesamtblick verlassen, der alle relevanten Marktentwicklungen berücksichtigt. Klinkhammer ist weder Marken noch Lieferanten verpflichtet. So bekommen Kunden immer die bestmögliche Lösung, die Unternehmensabläufe wirklich vereinfacht. Weitere Informationen unter www.klinkhammer.com