Ladungssicherung

Ladungssicherung in Zeiten von Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Nico Schröder und Uwe Laqua / Bernd Maienschein

Um spätere wirtschaftliche Konsequenzen zu vermeiden, muss der Verlader die Ladungssicherung zweifelsfrei dokumentieren.
Um spätere wirtschaftliche Konsequenzen zu vermeiden, muss der Verlader die Ladungssicherung zweifelsfrei dokumentieren. (Bild: Paari)

Verlader sind für die Ladungssicherung mit verantwortlich. Wie ein Verlader seiner Pflicht nachkommen soll, darüber schweigt der Gesetzgeber aber. Grundsätzlich gilt: Im Falle eines Unfalles muss zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass das Fahrzeug das Gelände in einem ordnungsgemäßen Zustand verlassen hat.

Es reicht also nicht, dass der Verlader die Ladungssicherung sogar selbst vornimmt, sondern sie muss zweifelsfrei dokumentiert sein. Wie kann dies nun in der Praxis umgesetzt werden? Im Bereich des Yard-Managements gibt es einige Ansatzpunkte, die Verlader in diesem Bereich zu unterstützen.

So hat die Paari Group Anmeldeterminals (Self Check-in) entwickelt, an denen die Lkw-Fahrer bei der Ankunft am Standort oder der Verladestelle selbst Daten erfassen müssen. Dabei kann eine Sicherheitsunterweisung den Lkw-Fahrer auf wichtige Verhaltensweisen auf dem Werksgelände hinweisen. Es kann zusätzlich bereits hier auf die Grundsätze ordnungsgemäßer Ladungssicherung hingewiesen werden. Diese Aufforderung beziehungsweise Unterweisung wird bei dem Vorgang und bei dem jeweiligen Lkw-Fahrer im System Titan Libra YMS (Yard Management System) hinterlegt. Dieser Eintrag kann jederzeit zweifelsfrei nachgewiesen werden. Als weiterer Punkt wird in dem Anmeldeprozess eine Abfrage nach ausreichend vorhandenen Ladungssicherungsmitteln gestellt. Diese wird dem Lkw-Fahrer natürlich in seiner zuvor ausgewählten Landessprache gestellt. Nur bei korrekter Beantwortung der Frage wird eine Freigabe zur Beladung des Fahrzeugs erteilt.

Wurden die Verladung des Fahrzeuges durchgeführt und die Ladungssicherungsmittel angebracht, kontrolliert der Verlader pflichtgemäß die entsprechende Anbringung. Um später immer noch nachweisen zu können, dass die Sicherung korrekt war, kann er mithilfe von Smartphone oder Tablet Fotos von der Anbringung anfertigen. Diese Fotos werden ebenfalls dem Vorgang zugeordnet und stehen für spätere Auswertungen zur Verfügung. Auf den mobilen Endgeräten können natürlich weitere Daten erfasst werden. Dafür ist ein direkter Fragenkatalog hinterlegt. Erst wenn alle Punkte positiv abgeschlossen wurden, erfolgt die Freigabe zur Ausfahrt. Zusätzlich können weitere Informationen zu der Ladung, wie Ladungslisten, oder der Auslastung des Parkplatzes direkt eingesehen werden.

Smarte Möglichkeiten für Verlader

Die Verpflichtungen im Bereich von ADR-Transporten sind für den Verlader deutlich größer. So müssen beispielsweise die Fahrzeuge auf Tauglichkeit geprüft werden. Auch diese Prüfung kann im Softwaresystem der Paari Group als Bestandteil eines modernen Yard-Managements erfasst werden. Dazu werden die Fragen und Antwort- beziehungsweise Auswahlmöglichkeiten im Vorfeld in Vorlagen in die Software eingegeben. Auf dem mobilen Endgerät stehen diese dem Prüfer zur Verfügung. Auch hier können Fotos von Schäden zu Dokumentationszwecken erfasst und hinterlegt werden.

Im Rahmen der Digitalisierung und im Zeitalter von Industrie 4.0 stehen, auch im Bereich der Ladungssicherungsdokumentation, für Verlader einige smarte Möglichkeiten zur Verfügung. Diese ermöglichen eine effizientere Arbeitsweise und helfen dabei, Fehler zu vermeiden. Firmen, die im Bereich des Yard-Managements aktuell Überlegungen anstellen, sollten den Punkt der Ladungssicherungsdokumentation unbedingt mit ins Projekt einbringen und so ihren gesetzlichen Verpflichtungen Genüge tun. ■

* Dipl.-Ing. Nico Schröder ist Prokurist, Ing. oec. Uwe Laqua ist Key Account Manager der Paari Systemhaus GmbH in 99095 Erfurt, Tel. (03 62 04) 5 69-0, info@paari.de

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