Industrietore

Schnelllauftor dichtet sterilen Krankenhausbereich ab

21.07.2011 | Redakteur: Claudia Otto

An das Schnelllauftor werden leere Containerwagen an eine Rampe angedockt, das Tor wird geöffnet und die Sterilboxen werden in den Rollcontainer geschoben. Bild: Efaflex

Das Krankenhaus Vilshofen an der Donau hat sich bei der Einrichtung einer neuen Versorgungseinheit für Sterilgut für das Reinraumtor EFA-SRT-CR von Efaflex, Bruckberg, entschieden. Die zentrale Sterilgut-Versorgungseinheit (ZSVA) war Teil eines umfassenden An- und Umbauprojektes, wie es in einer Mittelung von Efaflex heißt.

Vorwiegend Operationsbestecke werden in den neuen Räumen sterilisiert. In dem eigens dafür abgetrennten Bereich werden die Operationswerkzeuge in Druckbehältern (Autoklaven) auf 135 °C dampferhitzt und anschließend hygienisch sauber zur Wiederverwendung bereitgestellt und ausgegeben.

Schnelllauftor schließt Sterilbereich zur Containerbeladung ab

Um den Sterilbereich von den Logistikflächen abzutrennen, haben die Planer das hoch dichtende Reinraumtor EFA-SRT-CR vorgesehen. Es bildet den Abschluss des Sterilbereiches mit der Autoklavenentnahmeseite hin zur Containerbeladung auf ebenfalls sterilem Transportterrain.

An das Tor werden von außen leere Transport-Containerwagen manuell an eine Rampe angedockt, das Tor wird geöffnet und die mit OP-Besteck bestückten Sterilboxen können in den Rollcontainer geschoben werden. Sie werden dann ihrer Wiederverwendung in den OP-Stationen zugeführt.

Kaum herkömmliche Schraubverbindungen im Schnelllauftor

Die modifizierte Torkonstruktion des reinraumtauglichen Schnelllauf-Rolltores zeichnet sich laut Efaflex durch eine absolut glatte Oberfläche ohne Rück- und Vorsprünge oder Hinterschneidungen aus. Die Zargen- und Behangverkleidungen werden in montage- und wartungsfreundlicher Cliptechnik ausgeführt. Optik, Haptik und Technik profitieren von einem weitgehenden Verzicht auf herkömmliche Schraubverbindungen.

Die Notentriegelung kann nunmehr wahlweise über einen elektrischen Taster oder über einen mechanischen Zugknebel an der Zarge ausgelöst werden. Die serienmäßige Komplettabdeckung ist in 15°- oder 45°-Schrägausführung verfügbar, auf Sonderwunsch auch in vertikaler 90°-Ausführung und gegebenenfalls deckenhoch dicht abschließend.

Schnelllauftor bietet hohe Luftdichtigkeit dank geschlossener Behangführung

In der Praxis haben sich laut Efaflex für das Tor Öffnungsgeschwindigkeiten um 1 m/s und Schließgeschwindigkeiten von etwa 0,5 m/s bewährt. Aufgrund seiner geschlossenen Behangführung erreicht das nach aktuellen Normen der Reinraumindustrie entwickelte Tor eine hohe Luftdichtigkeit. Druckgradienten im Bereich um 15 Pa bewirken einen Luftverlust von unter 10 m³/h bei einer Torgröße von 1400 mm × 2000 mm.

Das Tor ist für höchstfrequentierte Zonen (bis zu 150.000 Öffnungszyklen pro Jahr) im Temperaturbereich von 5 bis 30 °C ausgelegt. Die vollständig in glattflächigem Edelstahl (V2A) ausgeführte Bauweise gestattet eine schnelle und einfache Reinigung. Die Behangvarianten sind silikonfrei und überwiegend antistatisch ausgerüstet.

Antrieb und Steuerung sind in die Gesamtkonstruktion integriert, so dass diese Toranlage ein in sich geschlossenes Modul darstellt. Weil ein externer Schaltschrank entfällt, sind Platzbedarf und Aufwand für die Verkabelung äußerst gering. Das Tor ist in Größen bis zu 2500 mm × 3000 mm lieferbar und kann auch außerhalb klassischer Reinräume eingesetzt werden, wie es heißt.

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