Business Information Risk Index

Logistik-Manager bewerten die Informationssicherheit kritisch

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Bei einem Wert von unterhalb von 75 der maximal 100 Punkte befindet sich der BIRI in einer kritischen Zone. Für die Logistik wurde jedoch lediglich ein Wert von 58,89 ermittelt.
Bei einem Wert von unterhalb von 75 der maximal 100 Punkte befindet sich der BIRI in einer kritischen Zone. Für die Logistik wurde jedoch lediglich ein Wert von 58,89 ermittelt. (Bild: Carmao)

Je stärker der Digitalisierungsgrad und die Komplexität der Vernetzung von Systemen steigen, desto mehr gelangen sie wegen steigender Risiken auch in den Fokus der Informationssicherheit. Auf diese Anforderungen scheinen die Unternehmen im Logistiksektor aus Sicht ihrer Business Manager allerdings noch nicht ausreichend vorbereitet zu sein.

Zu diesen Erkenntnissen kommt Business Information Risk Index (BIRI) für die Logistikwirtschaft von Carmao.

Der für die 10 wichtigsten Branchen durchgeführte BIRI gibt Auskunft über das Niveau der Informationssicherheit. Bei einem Wert von unterhalb von 75 der maximal 100 Punkte befindet er sich in einer kritischen Zone. Für die Logistik wurde jedoch lediglich ein Wert von 58,89 ermittelt. Somit werden dort die Anforderungen in den analysierten Leistungsaspekten der Informationssicherheit nur zu etwas über die Hälfte erfüllt. Im Branchenvergleich bekleidet dieser Sektor dadurch nur den achten Platz. Der Analyse liegt eine Befragung von 173 Business Manager aus Logistikfirmen mit einem Jahresumsatz von über 10 Mio. Euro zugrunde.

„Die Besonderheit des Business Information Risk Index besteht darin, dass für die Bewertung nicht wie üblich die Sichtweise der Sicherheitsexperten herangezogen wird, sondern die Analyse der Informationssicherheit aus der Perspektive der Geschäftsbereichsmanager mit ihrem Bedarf an sicheren Infrastrukturbedingungen erfolgt“, betont Carmao-Geschäftsführer Ulrich Heun.

Defizite in der Logistik

Und sie zeigt in den Augen der befragten Fachbereichsverantwortlichen in den Logistikunternehmen deutliche Defizite auf. Dies gilt besonders für das aktuelle Niveau der Informationssicherheit, die von allen zehn untersuchten Branchen den geringsten Wert aufweist. Doch noch geringer ist das interne Risikobewusstsein ausgeprägt. Zu den zentralen Ursachen gehört zweifellos, dass eine unzureichende Kultur hinsichtlich der Informationssicherheit besteht. Dies drückt sich auch darin aus, dass sie von den Verantwortlichen auf allen Ebenen nur begrenzt thematisiert wird. „Solange die Informationssicherheit intern nicht hoch genug priorisiert und innerlich gelebt wird, mangelt es an einer ausreichenden Basis für die Prozesse und das Engagement in der Sicherheitsorganisation“, betont Heun.

Andererseits scheinen die Logistikunternehmen auch noch keinen großen Handlungsdruck zu spüren, möglicherweise auch deshalb, weil sie im Vergleich zu vielen anderen Branchen weniger Sicherheitsvorfälle hatten. So erklärt sich vermutlich, warum auch die Investitionsbereitschaft ein unterdurchschnittliches Bild zeigt. Nur der Maschinenbau und Healtcare-Sektor weisen ein geringeres Investitionsengagement auf. „Diese Zurückhaltung erscheint aber problematisch, weil die Entwicklung in der Logistik von einer deutlich wachsenden und immer komplexeren digitale Vernetzung geprägt ist“, so der Carmao-Geschäftsführer. Dies gehe mit deutlich steigenden Anforderungen an die Informationssicherheit einher.

Die gesamte Studie „Aktueller Status der Informationssicherheit aus Sicht der Business Manager“ mit branchenspezifischen Auswertungen kann unter www.carmao.de kostenfrei heruntergeladen werden

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