Logistics-IT

Logistische „Zettelwirtschaft“ vs. M2M

| Redakteur: Bernd Maienschein

Das IDS-Netzwerk mit seinen 44 Speditionsterminals setzt auf seinem Weg in Richtung Logistik 4.0 auf eine M2M-Lösung der Deutschen Telekom.
Das IDS-Netzwerk mit seinen 44 Speditionsterminals setzt auf seinem Weg in Richtung Logistik 4.0 auf eine M2M-Lösung der Deutschen Telekom. (Bild: IDS)

Mehrere Durchschläge, ständige Telefonate zwischen Kunden, Speditionen und Fahrern sowie schwer einzuschätzende Lieferzeiträume: Bei mittelständischen Logistikunternehmen herrscht vielerorts noch die typische „Zettelwirtschaft“. Wie IDS Logistik mit einer Machine-to-Machine-(M2M-)Lösung die Lieferkette transparent macht, eine Sendungsverfolgung in Echtzeit bietet und sich so auf den Weg in Richtung Logistik 4.0 macht, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Ob Privat- oder Geschäftskunden, ob Expressware, hochwertige Güter oder Stückgut mit einem Gewicht von bis zu 2500 kg: Mehr als 10 Mio. Sendungen liefern die IDS-Fahrer jährlich aus. IDS, das ist ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen Spediteuren und zwei Logistikkonzernen, die deutschlandweit 44 moderne Speditionsterminals betreiben. Und dieses Netzwerk setzt auf Innovation durch Digitalisierung von Prozessen.

Die Logistikkette digital erfassen

Um den eigenen Ansprüchen und den der Kunden gerecht zu werden, müssen Fahrer und Fahrzeuge digital vernetzt sein und ständig Daten mit der Logistiksoftware austauschen. „Nur so können wir unsere Auftraggeber kontinuierlich über den Status der Lieferung auf dem Laufenden halten und die gesamte Transportkette lückenlos digital erfassen“, sagt Jürgen Wolfert, CIO bei IDS Logistik. „Das war früher aber nicht immer möglich.“ Die Ausfallrate der Logistikplattform war zu hoch, die Verfügbarkeit der mobilen Scanner zu gering und damit die Datenübertragung zu unregelmäßig. Die Erreichbarkeit der Fahrer lag bei nur 75 %.

Heute sind rund 3600 IDS-Fahrer mit einem mobilen elektronischen Scanner unterwegs. Mit den mobilen Datenerfassungsgeräten scannen sie jede Sendung, lassen sich den Empfang der Ware quittieren und nehmen neue Aufträge entgegen. Die erfassten Daten gelangen über das nahezu flächendeckende deutsche LTE-Netz der Telekom und eine verschlüsselte IP-VPN-Mobilfunkverbindung in die Cloud – direkt an die Logistikplattform von IDS. Die betreibt die Telekom in einem ihrer sicheren und hochverfügbaren Rechenzentren.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr. Michael Bargl ist Geschäftsführer der Stückgutkooperation IDS Logistik mit Sitz im unterfränkischen Kleinostheim.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dr. Michael Bargl ist Geschäftsführer der Stückgutkooperation IDS Logistik mit Sitz im unterfränkischen Kleinostheim. (Bild: 2014 h.kresslein)

Da die neuen Scanner LTE-fähig sind, erreichen die IDS-Partner ihre Fahrer deutlich besser. „Wir haben festgestellt, dass wir gerade in ländlichen Regionen oder grenznahen Bereichen heute eine deutlich bessere Verfügbarkeit haben“, sagt der IDS-CIO. „Die Erreichbarkeit der Fahrer hat sich auf nahezu 100 % erhöht.“

IDS ist voll vernetzt

Zudem sind alle 44 Standorte von IDS in Deutschland über Intraselect, einem MPLS-Weitverkehrsnetz (WAN) der Telekom, an das Rechenzentrum angebunden. Die Vorteile: hohe Datensicherheit dank getunnelter Verbindungen, durch die die Daten verschlüsselt transportiert werden. Das Multiprotocol-Label-Switching-(MPLS-)Verfahren garantiert auch eine hohe Verfügbarkeit durch Quality of Services (QoS), wodurch sich Datentypen priorisieren lassen und auf „Vorfahrtstraßen“ durch das Netz rasen.

Während Fahrer Sendungen scannen und Versender, Empfänger sowie IDS-Partner wissen, wo sich die Ware gerade befindet, haben die IDS-Vertriebsmitarbeiter mit einem Customer Relationship Management (CRM) alle Kundendaten im Blick. Ob Besuchsberichte, mögliche Kundenanforderungen oder Messeeinladungen: Die Salesforce Sales Cloud, die in einem zertifizierten Rechenzentrum der Telekom in Deutschland gehostet wird, macht eine souveräne und effiziente Kundenansprache möglich. Ein weiterer Vorteil für IDS: „Wir brauchen auch hier keinen eigenen Server mehr zur Verfügung zu stellen“, sagt CIO Wolfert.

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