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Barcode-Lesen bei Spitzentempo

14.11.2008 | Autor / Redakteur: Klaus-Michael Bücher / Bernd Maienschein

Jedes Vipac-System besteht aus fünf Kameraeinheiten und Hochleistungsrechnern mit Vitronic-Barcodelese-Software. Kernstück der Identifikation ist die Kameraeinheit Vicam-SSI, die eine hochauflösende, dynamische Autofokus-Zeilenkamera und LED-Beleuchtung in einem Gerät kompakt vereint.

Kamera kann von fünf Objektseiten lesen

Je zwei Vipac-Systeme, also insgesamt 20 Kameraeinheiten, sind über den beiden Kippschalensortern angeordnet. Sie lesen Barcodes auf fünf Objektseiten bei einer sehr hohen Fördergeschwindigkeit von 2,5 m/s.

Ermöglicht wird dies unter anderem durch die schnelle und dynamische Kamerafokussierung. Diese erlaubt eine Anpassung an beliebige Paketausrichtungen in Echtzeit. Außerdem liest das kamerabasierte Identifikationssystem Vipac selbst teilzerstörte und beschädigte Barcodes zuverlässig.

Die Hochleistungs-Zeilenkameras nehmen das Objekt zeilenweise auf. Durch die Vorschubbewegung des Objektes auf dem Sorter entsteht schließlich ein zweidimensionales Abbild.

Kamera kann den Barcode in jeder Lage lesen

Zum Lesen spielt die Orientierung eines Barcodes keine Rolle. Eine Lesesoftware wertet das entstandene Bild aus: Der Barcode wird lokalisiert und gelesen.

Die rund 20-fach höhere Scanrate bei Kameras im Vergleich zu Barcodescannern hat eine deutlich größere Informationsdichte zur Folge. Deshalb können Kameras selbst bei hohen Fördergeschwindigkeiten eingesetzt werden und liefern ein hochauflösendes 2D-Bild.

Höhere Datenqualität steigert Barcode-Leseraten

Die so gesteigerte Datenqualität führt unter anderem zu höheren Leseraten. Selbst kleine Barcodes mit 5 mm Strichhöhe nimmt eine Kamera in auswertbarer Qualität auf und identifiziert diese zuverlässig. Die hohe Datenqualität ist auch ein Grund dafür, dass Barcodes selbst dann identifiziert werden können, wenn sie teilweise zerstört oder beschädigt sind oder nur geringe Druckqualität aufweisen.

Im Gegensatz zu einem Scanner, der lediglich eine Information liefert, die richtig oder falsch sein kann, generiert eine Kamera ein auswertbares 2D-Bild. Dies erlaubt, unmittelbar nach der Identifikation eine visuelle Begutachtung der aufgenommenen Bilder vorzunehmen. Gegebenenfalls kann unmittelbar in den Identifikationsprozess eingegriffen werden.

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