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RFID im Handy senkt Kosten der Objekt- und Personenüberwachung

09.09.2009 | Redakteur: Claudia Otto

Die Handys, mit denen die Wachleute ohnehin ausgestattet sind, werden zu Lesegeräten für RFID-Datenträger. Bild: Pitcom

Handy-Produzenten haben die ersten Mobiltelefone mit RFID-Leseköpfen ausgestattet. Diese Entscheidung hat das Plauener Software-Unternehmen Pitcom bewogen, entsprechende Software für erste Anwendungsfälle zu entwickeln. So bietet Pitcom zum Beispiel ein System für die Objektbewachung an, das Kosten spart.

Das System macht es möglich, die Wachgänge „live“ in den Leitstellen zu verfolgen und zu protokollieren. Auf Unregelmäßigkeiten kann so sekundenschnell reagiert werden. Dabei werden die Handys, mit welchen die Wachleute ohnehin ausgestattet sind, zu Lesegeräten für RFID-Datenträger.

Das Personal im Objekt- und Personenschutz erhält Telefone mit RFID-Lesekopf sowie Dienstausweise mit integrierter RFID-Technik. Wichtige Kontrollpunkte werden ebenfalls mit den RFID-Datenträgern ausgerüstet und die Daten – Kontrollpunktzeiten sowie Dienstbeginn und -endezeiten der Mitarbeiter – durch Annähern des Handys erfasst. Die Pitcom-Software auf den Telefonen sorgt dafür, dass diese Daten mit dem Mobilfunk-Standard GPRS just-in-time zum Server in die Leitstelle gesendet werden, wie es heißt.

RFID-Datenträger entscheiden über Systemverlässlichkeit

Zur Gewährleistung einer 100-prozentigen Systemverlässlichkeit ist die Auswahl und Nutzung geeigneter RFID-Datenträger zur Standortkennzeichung sehr wichtig. Nur wenn die empfindliche Chiptechnik der Nutzung entsprechend verpackt wird, kann eine lückenlose Identifikation sichergestellt werden. Deshalb hat Smart-Tec aus Oberhaching bei München für das Software-Unternehmen RFID-Datenträger entwickelt, die bezüglich der mechanischen und thermischen Beanspruchung optimal für der Einsatzzweck geeignet sind. Die robuste Bauform, das kundenindividuelle Design im Hinblick auf Form, Farbe, Größe und Befestigungsart sowie die hohe Witterungsbeständigkeit waren laut Pitcom bei der Auswahl des Smart-Dome Freestyle entscheidend.

Kosten für teure Erfassungsgeräte entfallen

Bereits seit Oktober 2007 nutzt das Sicherheitsunternehmen Arndt aus dem sächsischen Crimmitschau das von Pitcom entwickelte System. Für Geschäftsführer Franz König bringt es außer der Kosteneinsparung durch Wegfall teurer Erfassungsgeräte und exakter Zeiterfassung sowie präzisem Dienstmonitoring des Wachpersonals auch einen verbesserten Sicherheitsstandard. „Die Pitcom-Lösung ließ sich problemlos in unsere Leitstelle integrieren. Die Betriebskosten reduzierten sich auf einen Bruchteil der herkömmlichen Aufwendungen“, sagt König.

In der Zwischenzeit wird das Pitcom-System auch von einigen anderen Unternehmen eingesetzt, zum Beispiel von Securitas Aviation Services in Berlin.

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