Produktklassifikation

E-Class soll zum weltweit meistgenutzten Standard werden

15.10.2010 | Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Friedhelm Hausmann, Vorstandsvorsitzender des E-Class e.V.: „Unsere Vision ist es, der führende Anbieter und meistgenutzte Standard für Produktklassifikation, Produktbeschreibung und Datentransfer weltweit zu sein.“ Bild: Schreier

Was mit einer Handvoll Unternehmen begann, hat im Laufe der Zeit ordentlich „Sprengkraft“ entwickelt. Im zehnten Jahr seines Bestehens zählt der E-Class e.V. 106 Mitglieder Über die Ziele für die nächste Dekade sprachen wir am Rande des 2. Würzburger E-Class-Kongresses mit dem Vorstandsvorsitzenden des E-Class e.V. Friedhelm Hausmann.

Zehn Jahre Produktdatenmanagement mit E-Class. Herr Hausmann, wie fällt Ihre Bilanz aus?

Hausmann: Ich bin sehr positiv überrascht. Wir haben ja im Dezember 2000 den E-Class e.V. gegründet, damals mit elf relativ großen Unternehmen. Mittlerweile hat E-Class 106 Mitglieder, sieben internationale Geschäftsstellen. Wir sind Partner der japanischen elektronischen Industrie in Form des Verbandes Jeita, oder von CNIS, der chinesischen Standardisierungsorganisation, die mit unserem DIN vergleichbar ist. Das zeigt, dass wir in den zehn Jahren unseres Bestehens sehr viel erreicht haben, womit dem damals keiner rechnete.

Viele Unternehmen trauen sich immer noch nicht so recht an Themen wie Produktklassifizierung und Stammdatenmanagement heran. Nennen Sie doch bitte mal einige Vorteile eines E-Class-basierten Produktdatenmanagements, die selbst den hartnäckigsten Zauderer überzeugen könnten?

Hausmann: Gut, ein Alleinstellungsmerkmal von E-Class ist sicherlich die Qualifikation in den Daten, die Verknüpfung von Produktklassifikation mit Produktbeschreibung. E-Class kann als Standard durchgängig entlang des Supply-Chain oder entlang des Produktprozesses eingesetzt werden, je nachdem, ob ich eine betriebswirtschaftliche oder eine technische Sicht auf die Produktdaten habe. E-Class ist international einsetzbar durch seine Mehrsprachigkeit und insbesondere auf Grund der Zusammenarbeit mit DIN- oder ISO-Gremien auch nachhaltig abgesichert. Es gibt belegbare Prozesskostenoptimierungen zwischen 10 und 35 Prozent. Große Unternehmen haben bis zu 1,5 Millionen Euro dokumentiert, die sie durch den Einsatz von E-Class eingespart haben.

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