Auto-ID

Bildgestützte ID-Lesegeräte sorgen für lückenlose Sicherheit

18.01.11 | Autor / Redakteur: Ralf Kehlenbach / Bernd Maienschein

Bild 3: Außer den ID-Lesegeräten In-Sight ermöglichen die mobilen Codelesegeräte Dataman 7000 die Kontrolle der Codes an den mit Benzinpumpen bestückten Paletten. (Bild: Cognex)
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Bild 3: Außer den ID-Lesegeräten In-Sight ermöglichen die mobilen Codelesegeräte Dataman 7000 die Kontrolle der Codes an den mit Benzinpumpen bestückten Paletten. (Bild: Cognex)

In der Automobilbranche sind die Qualitätskontrolle und die Produktsicherheit von höchster Bedeutung. In der Fertigung eines Zulieferers von Benzinpumpen ist die vollständige Rückverfolgbarkeit in der Wertschöpfungskette garantiert. Dabei kommt die Direct-Part-Marking-(DPM-)Methode zum Einsatz.

Als Entwicklungspartner innerhalb der Automobilindustrie fertigt Siemens VDO ein umfassendes Produktsortiment für die Motor-Management-Elektronik und Kraftstoffeinspritzung. Sicherheit und Qualität haben dabei höchste Priorität.

Bei der Produktion von unterschiedlichen Benzinpumpen am französischen Standort Asnièrs muss der Automobilzulieferer sicherstellen, dass diese Produkte jeweils mit zwei unterschiedlichen Codes markiert werden. Die korrekte Position der Codes muss geprüft und die Codes müssen absolut sicher gelesen werden. Jedes Bauteil wird beim Durchlaufen der einzelnen Prüfstationen als richtig markiert geprüft und in einer Datenbank dokumentiert.

Code sorgt für technische Rückverfolgbarkeit

Für die Produktion der Benzinpumpen in diesem Fertigungswerk hat sich Siemens VDO für die Zusammenarbeit mit Technifor entschieden. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, arbeitet dieser Systemintegrator und Spezialist der Bildverarbeitung mit der Direct-Part-Marking-(DPM-)Methode, einer direkt am Gehäuse von Benzinpumpen dauerhaft angebrachten Markierung als Code.

Technifor wurde mit der Aufgabe betraut, die Codes während der Produktion der einzelnen Benzinpumpen zu markieren und zu lesen. Man entschied sich für die Verwendung von „Dot Peening“ (Nagelprägung) als DPM-Prozess.

Code wird per Nagelprägung auf Edelstahl und Aluminium markiert

Bei diesem Direktmarkierungsprozess werden die harten und metallenen Oberflächen mit Codes dauerhaft markiert. Die Oberfläche der Pumpen besteht entweder aus Edelstahl oder aus Aluminium. Die unterschiedliche Oberflächenstruktur stellte das Unternehmen somit vor eine große Herausforderung.

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Dazu kam noch der Umweltaspekt, da die Produktion unter besonders sauberen Bedingungen ausgeführt werden muss. Ein Lesen und Prüfen von Codes unter diesen Umständen verlangt nach einer robusten und leistungsstarken Lösung.

Schließlich forderte der Automobilzulieferer auch noch, dass sämtliche Produktionsprüfungen dokumentiert werden. Damit soll für jede einzelne Pumpe an jedem weiteren Schritt der Wertschöpfung die präzise Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden.

Produktdetails und Codes in Datenbank eingespeist

Diese Details werden automatisch in die Dokumentations-Datenbank des Kunden eingegeben. Ein Beispiel hierfür ist der Kontrollpunkt, an dem die Dichtheit der Pumpe gewährleistet wird. An dieser Stelle wird der Code vom Visionsystem In-Sight geprüft und gelesen. Die Tatsache, dass genau an diesem Fertigungspunkt eine Kontrolle erfolgte, wird aufgezeichnet und das Ergebnis in die Datenbank eingespeist.

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