Versandhandelslogistik

Neckermann meldet Insolvenz an – Abfindungsgespräche gescheitert

18.07.12 | Redakteur: Robert Weber

Um ihr Geld wird verhandelt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer diskutieren über mögliche Abfindungen der Neckermann-Beschäftigten.
Um ihr Geld wird verhandelt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer diskutieren über mögliche Abfindungen der Neckermann-Beschäftigten. (Bild: Neckermann)

Vor wenigen Wochen schockte Neckermann.de die Logistik- und Versandhandelsbranche mit der Ankündigung, 1380 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Betroffen sind auch die Logistiker im Zentrallager. Zuletzt gab es immer wieder Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern über mögliche Abfindungen. Heute meldete das Unternehmen nach dem Scheitern der Gespräche Insolvenz an.

Der Finanzinvestor Sun Capital Partners, der hinter Neckermann steht, halte das Ergebnis der Sanierungsgespräche zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber „nicht für tragfähig“ und stelle dem Unternehmen deswegen „keine weiteren Mittel für die Finanzierung zur Verfügung“, schreibt der "Focus".

Rückblick: Gestern hörte sich das noch ganz anders an. Das „Handelsblatt“ berichtete dass in den Gesprächen auch über ein konkretes Angebot zu Abfindungen gesprochen werden sollte. Nach Medieninformationen war es der Neckermann.de-Plan, alle Arbeitnehmer bis Ende des Jahres weiter zu beschäftigen und „mögliche Abfindungen aus flüssigen Mitteln zu bezahlen“. Darüber hinaus habe sich Sun Capital neben dem Logistikdienstleister auch mit dem Vermieter der Neckermann-Immobilien auf eine Mietreduzierung geeinigt, hieß es.

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