Holzverpackung

Maßgeschneiderte „Anzüge“ aus Holz

| Redakteur: Bernd Maienschein

(Bild: HPE)

Holzkisten beherbergen nicht nur Obst oder Zigarren. Je individueller ein Objekt geformt und je empfindlicher ein Produkt ist, desto ausgefeilter muss seine Transportverpackung sein.

Berichtet der Kunde von einem ungewöhnlichen Transportgut, wird es für den Fachverpacker spannend: Zunächst stehen Beratung, Aufmaß, technische Zeichnungen und eine in allen Einzelheiten detailgetreue Konstruktion des späteren Maßanzuges für das Transportgut im Vordergrund. „Hierbei kommt es auf absolute Genauigkeit an, schließlich ist kein Produkt wie das andere, der Transportweg zu Lande, auf dem Seeweg oder in der Luft ist selten identisch und kann mehrere Klimazonen durchlaufen. Auch der Umschlag des Gutes und die individuellen Gegebenheiten am Zielort müssen mit eingeplant werden“, so Jan Kurth, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen (HPE) e.V. „Werden die Güter an ihrem Bestimmungsort etwa noch einige Zeit unter freiem Himmel gelagert, muss die Verpackung sicher vor Witterungseinflüssen schützen“, so Kurth. So unterschiedlich die äußere Form von Transportkisten sein kann, so verschieden sind auch die möglichen Kistenvarianten. Eine wichtige Kistenart ist die CKD-Verpackung. Dabei steht CKD für „Completely Knocked Down“, also für in ihre Bestandteile zerlegte Objekte. „Der Begriff CKD stammt aus der Automobilindustrie. Für Hersteller ist es oft günstiger, Fahrzeuge in Einzelteilen in das Bestimmungsland zu transportieren und dort zu einem fahrbereiten Exemplar zu montieren. Damit können hohe Einfuhrzölle für fertig montierte Automobile umgangen werden“, berichtet Kurth.

High-End-Kisten messen Bewegung und Feuchte

Die Faltkiste wiederum verfolgt ein gänzlich anderes Ziel: Diese in der Regel aus Sperrholz und Metallkomponenten bestehende Kistenart kann platzsparend gelagert und leicht wiederverwendet werden. Denn auch der Rücktransport nach dem Versand kann problemlos mit einem kleinen Fahrzeug bewerkstelligt werden. Echte High-End-Kisten sind bestimmte Sonderkonstruktionen, die für außergewöhnlich empfindliche Produkte Verwendung finden: Werden sie mit Feuchtigkeitsmessern oder Bewegungssensoren ausgestattet, ist das Transportgut bestmöglich geschützt. Hochentwickelte Schwingungsdämpfer und Datenlogger zur Messung der Transportbelastungen runden die Möglichkeiten ab. „Doch was wäre eine Kiste ohne ihr Innenleben. Besondere Einbauten helfen zusätzlich, das Packgut zu sichern und geben dem Inneren des Maßanzugs das letzte Quäntchen an Stabilität“, so Kurth. „So werden die vielen Millionen Güter, die Tag für Tag durch die Welt geschickt werden, fit für nahezu jeden Transportweg und jedes Transportmittel.“

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