Fördertechnik

Mit „Emili“ am Lager der Zukunft basteln

| Redakteur: Bernd Maienschein

Einen ersten Blick auf „Emili“ gab es auf der Hauptpressekonferenz der 15. Logimat in Stuttgart zu erhaschen.
Einen ersten Blick auf „Emili“ gab es auf der Hauptpressekonferenz der 15. Logimat in Stuttgart zu erhaschen. (Bild: Maienschein)

Das fahrerlose Transportfahrzeug (FTF) „Emili“ war Stargast bei der Logimat-Pressekonferenz am Dienstag, den 14. März 2017. Prof. Michael ten Hompel vom Fraunhofer-IML stellte das innovative Fahrzeug vor. Der Clou daran: Emili ist über Gesten steuerbar. In der Größe eines Kleinladungsträgers (KLT) mit ein- und ausfahrbarem Fahrwerk hebt das FTF die Mensch-Maschine-Kommunikation auf ein neues Niveau.

Emili ist nicht etwa ein Schreibfehler, bei dem das „a“ am Ende fehlt oder das „y“ durch ein „i“ vertauscht wurde. Vielmehr soll Emili – das Akronym steht für „Ergonomischer, mobiler, interaktiver Ladungsträger für die Intralogistik“ – das A und O der per Gesten gesteuerten Intralogistik werden; jedenfalls, wenn es nach ihrer Erfinderin Jana Jost und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) geht. Prof. Michael ten Hompel präsentierte Emili auf der Logimat-Pressekonferenz den versammelten Journalisten als einen weiteren Meilenstein in Richtung Social Networked Industry.

Mitarbeiter steuert Emili durch Gesten

Emili ist das erste autonome fahrerlose Transportfahrzeug, das eine intuitive Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ermöglicht. Es lässt sich über Gesten steuern, heranwinken und fortschicken und interagiert so direkt mit den Menschen in seiner Umgebung. Das funktioniert über sogenannte Wearables, kleine Computersysteme, die der Mitarbeiter bei sich trägt, etwa in Form eines intelligenten Armbands. Diese übermitteln die Gesteninformationen per Funk an Emili. Alternativ lässt sich das Fahrzeug auch über Smartphone, Tablet oder Smart Glasses ansteuern.

Dabei teilt Emili auch selbst wichtige Informationen über sich mit. Über ein energiesparendes Electronic-Ink-Display an der Front sollen sich im Lager der Zukunft aktuelle Zustände und Rückmeldungen unmittelbar am virtuellen Gesicht von Emili ablesen lassen. Das mache die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Fahrzeug so natürlich wie möglich, ist man beim IML überzeugt – eine Grundvoraussetzung für die Social Networked Industry der Zukunft, in der Menschen und Maschinen auf Basis sozialer Netzwerke Informationen teilen und miteinander kommunizieren.

Die Social Networked Industry klopft an

Prof. ten Hompel sagt: „Es wird uns bald ganz normal vorkommen, mit einer Kiste zu reden. Emili ist der industrielle Prototyp für eine zukünftige Social Networked Industry, in der Menschen mit intelligenten Maschinen wie Emili zusammenarbeiten werden.“

Zusätzlich fungiert das interaktive FTF auch selbst als Behälter. Emili verfügt exakt über die Außenmaße eines KLT und lässt sich somit problemlos auf andere Kleinladungsträger stapeln, kann selbst KLT transportieren oder eingelagert werden. Über eine integrierte Hub- und Absenkfunktion kann das Gerät sein Fahrwerk ein- und wieder ausfahren. Ein weiterer Hub ermöglicht es, Emili und die auf ihr gestapelten Kleinladungsträger auf eine ergonomische Arbeitshöhe zu bringen.

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