Radverkehr

Radler dürfen auf 200 Mio. Euro hoffen

| Redakteur: Bernd Maienschein

Am Rande des „Diesel-Gipfels“ in Berlin forderten ADFC-Aktivisten – am Ende erfolgreich – mehr Mittel für den Radverkehr.
Am Rande des „Diesel-Gipfels“ in Berlin forderten ADFC-Aktivisten – am Ende erfolgreich – mehr Mittel für den Radverkehr. (Bild: Handelmann)

In der vielerorts empfundenen Enttäuschung über die Ergebnisse des „Diesel-Gipfels“ ist ein positiver Aspekt des Berliner Gipfeltreffens beinahe etwas untergegangen: Der Bund will die Mittel für den Radverkehr um 75 Mio. auf insgesamt 200 Mio. Euro aufstocken. Ein Teilerfolg.

Am Morgen des 2. August 2017 klingelten Aktive des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) mit ihrem Bundesvorstand die Verkehrspolitik wach – zumindest war das das Ziel der Veranstaltung unmittelbar vor dem „Diesel-Gipfel“. Das Wichtigste zuerst: Der Protest war erfolgreich. Laut ADFC-Bundesvorstand Ludger Koopmann ist die Hälfte aller Autofahrten in Deutschlands Städten kürzer als 5 km. „Diese Fahrten können weitgehend durch Radfahren und Zufußgehen ersetzt werden“, so der Verbandsfunktionär.

Potenzielle Radfahrer brauchen Angebote

Voraussetzung dazu sei, dass den Menschen, die durchaus nicht abgeneigt seien, vier mit zwei Rädern zu tauschen, eine einladende Infrastruktur angeboten würde. So waren die Aktivisten auch mit Spruchbändern wie „Wo ein Wille, da ein Radweg!“ oder „Dobrindt aufs Rad!“ angetreten, die Aufmerksamkeit der angereisten Verantwortlichen und natürlich der zahlreich erschienen Pressevertreter wenigstens kurzzeitig auf sich zu lenken.

Der ursprünglich im Bundesverkehrsministerium geplante und wegen „technischer Gründe“ kurzfristig ins Innenministerium verlegte „Diesel-Gipfel“ war wenigstens für Deutschlands Fahrradfahrer ein Erfolg. Auch die Pedalritter in der Logistik, seien es Postboten oder Fahrradkuriere, werden natürlich von den zugesagten Neuinvestitionen profitieren. Schon lange fordert der ADFC in Städten Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und den öffentlichen Personennahverkehr vor den Autos – ganz unabhängig von „Diesel-Gate“ und Abgasaffäre. Neben Tempo 30 sind dafür natürlich große Investitionen in qualitativ hochwertige Radwege Pflicht.

Weitere Informationen: https://www.adfc.de

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