Kommissioniertechnik

Schweizer Edelstahl kommt auf automatisierter Basis

| Autor / Redakteur: Thierry Briswalter / Bernd Maienschein

Vom Verschiebewagen zum Hochregallager: Bei Hans Kohler ist ein Paletten-Hochregallager in drei Höhenklassen eine neue Heimstatt für die etwa 7500 Produkte des Edelstahlhändlers.
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Vom Verschiebewagen zum Hochregallager: Bei Hans Kohler ist ein Paletten-Hochregallager in drei Höhenklassen eine neue Heimstatt für die etwa 7500 Produkte des Edelstahlhändlers. (Bild: Stöcklin)

Die Hans Kohler AG, größter Edelstahlhändler der Schweiz, hat 4,5 Mio. CHF in das neue Fittinglager am Standort Dietikon investiert. Auf Basis automatisierter Prozesse kann das Unternehmen heute wesentlich effizienter und schlagkräftiger agieren. Gleichzeitig wurde damit eine solide Basis für die Zukunft geschaffen.

Hochregallager, die sich unter optischen Gesichtspunkten harmonisch in die Landschaft einfügen, sind nach wie vor eher selten. Umso sehenswerter präsentiert sich das neue Fittinglager von Hans Kohler in Dietikon. Aber auch die integrierte Logistik hat es in sich. Nach erfolgreichem Go-Live im August 2012 kann das mit Hauptsitz in Zürich ansässige, mittelständische Edelstahlhandelsunternehmen seine Aufträge heute wesentlich schneller und effizienter abarbeiten. Voraussetzung hierfür war eine Automatisierung der Gesamtanlage, von der man sich neben deutlich erhöhter Verfügbarkeit auch ein Plus an Arbeitssicherheit versprach.

Höchstmögliche Kapazität und Leistung auf kleinem Raum

Das neue Fittinglager ist Teil eines umfassenden Reorganisationsprojekts. Bereits im Jahr 2008 startete die Hans Kohler AG mit den ersten Planungen für Gizela (Giessen-Zentral-Lager). Laut Benno Kündig, Projektleiter Logistik, betreibt sein Unternehmen in Schlieren und Dietikon drei Lagerstandorte, welche alle nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen. Die Lagerkapazität war knapp und auf das zukünftige Wachstum nicht ausgerichtet. Auch die logistischen Anlagen hätten den modernen Standards nicht mehr entsprochen und ein höherer Automatisierungsgrad sei in den bestehenden Räumlichkeiten nicht sinnvoll realisierbar gewesen.

Die Herausforderung bestand also darin, auf einem vorhandenen, jedoch relativ schmalen Grundstück eine neue, das Grundstück voll nutzende und somit optimal gestaltete Anlage für die Lagerung, Kommissionierung und den Umschlag von rund 7500 Produkten, unterteilt in circa 25.000 verschiedene Chargen, zu errichten. Entstanden ist ein 8000 m³ umfassender Neubau mit einem integrierten, automatisch betriebenen Paletten-Hochregallager (HRL) in drei Höhenklassen und einem automatischen Kleinteilelager (AKL). Im Erdgeschoss (EG) wurde in einem ersten Schritt auf 1200 m² ein Kommissionierbereich mit vier Arbeitsplätzen eingerichtet.

Die gesamte „Palette“ kommt aus einer Hand

Die gleiche Fläche im Obergeschoss (OG), die bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann, wurde für eine eventuelle spätere Anbindung der Fördertechnik so weit vorbereitet. Durch die gezielte Dimensionierung von Gebäude und installierter Technik wurde die bestehende Fläche gänzlich und zugleich optimal genutzt. Der Forderung nach Erweiterbarkeit sei Rechnung getragen worden, indem man das AKL quasi seitlich angehängt habe und es somit Richtung Osten weiter ausbaufähig ist.

Ende Juni 2011 wurde die Stöcklin Logistik AG mit der Realisierung eines geeigneten Lagerkonzepts für das Fittinglager beauftragt. Konzeption und Ausführungsspezifikationen zielten jedoch nicht nur auf das HRL und das AKL. Vielmehr vertraute die Hans Kohler AG auch bei den weiteren Gewerken auf die Schweizer Intralogistikspezialisten: eine Behälter-Regalanlage, Lagerbehälter für das AKL, SPS sowie Materialflussrechner inklusive Anlagenvisualisierung und auch die Brandschutztore.

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